Sehenswürdigkeiten in Antwerp – Top Attraktionen, Geheimtipps & Must-Sees

Entdecke die besten Sehenswürdigkeiten in Antwerp. Kompletter Reiseführer mit Must-Sees, beliebten Attraktionen, Geheimtipps, Museen, Märkten und Parks.

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Inhaltsverzeichnis

Antwerp Übersicht

Antwerpen ist eine Stadt, die nie ganz zum Touristenziel wurde, so wie Brügge oder Brüssel. Und genau deshalb lohnt sich ein Besuch. Belgiens zweitgrößte Stadt verdankt ihren Reichtum dem Diamantenhandel, einem Welthafen und Jahrhunderten künstlerischen Schaffens. Rubens lebte und arbeitete hier. Die „Antwerp Six“ haben von hier aus die globale Modewelt umgekrempelt. Die weltweite Diamantenindustrie konzentriert sich noch immer auf ein paar Häuserblöcke am Hauptbahnhof. Das Ergebnis ist eine Stadt mit echtem kulturellem Gewicht, aber ohne den touristischen Ballast, der andere belgische Städte oft wie Themenparks wirken lässt.

Das alte Zentrum ist kompakt und gut zu Fuß zu erkunden. In weniger als 20 Minuten kommt man von der Kathedrale über den Grote Markt bis zum MAS-Museum. Die Architektur wechselt von mittelalterlichen Kirchen über Barockplätze zu Jugendstilstraßen – manchmal innerhalb weniger Blöcke. Antwerpen hat starke Museen (das KMSKA wurde 2022 nach elf Jahren Renovierung wiedereröffnet, das Plantin-Moretus ist UNESCO-Weltkulturerbe, das MAS hat die beste kostenlose Dachterrasse der Stadt) und eine Gastronomie- und Kneipenszene, auf die die Einheimischen stolz sind. Es ist eine Stadt für Leute, die Städte mögen: echte Viertel, arbeitende Docks, unabhängige Läden und gutes Bier.

Antwerpen eignet sich am besten für Reisende, die Kultur ohne Massen und Kunst ohne Warteschlangen suchen. Zwei volle Tage reichen für den Kern der Stadt. Mit drei Tagen kann man auch Zurenborg, Middelheim und das linke Scheldeufer erkunden, ohne sich zu beeilen.

Diese Highlights in Antwerp

  • Cathedral of Our Lady
  • Antwerp Central Station
  • Rubens House
  • Plantin-Moretus Museum
  • Museum aan de Stroom (MAS)
🏛️ Must-See ⭐ Sehenswürdigkeiten 💎 Geheimtipps 🎨 Museen 🌳 Parks & Aussicht

🏛️ Must-See Sehenswürdigkeiten in Antwerp

Diese ikonischen Wahrzeichen sollte jeder Besucher in Antwerp gesehen haben.

Antwerp Central Station

1. Antwerp Central Station

Die meisten Bahnhöfe sind Orte, durch die man durchhetzt. Der Antwerp Central Station ist ein Ort, an dem man stehen bleibt. Die Einheimischen nennen ihn „Spoorwegkathedraal“, die Eisenbahnkathedrale, und der Name passt. Der zwischen 1895 und 1905 errichtete Bahnhof hat eine massive Steinfassade, eine 75 Meter hohe Kuppel und eine große Halle, die eher wie ein Palast als wie ein Verkehrsknotenpunkt wirkt. Er landet regelmäßig auf Listen der schönsten Bahnhöfe der Welt, und diesmal stimmt das Lob. Der ursprüngliche Bahnhof war ein Kopfbahnhof, in dem jeder Zug wenden musste. 2007 wurde darunter ein Tunnel mit zwei Durchgangsgleisen eröffnet, der moderne Bahnsteige unter der historischen Halle ergänzt. Das Ergebnis ist ein Bahnhof mit drei Ebenen: das ursprüngliche Erdgeschoss, eine moderne unterirdische Verteilungsebene und tiefe Tunnelbahnsteige. Der Kontrast zwischen der Pracht des 19. Jahrhunderts oben und der nüchternen Ingenieurskunst unten ist wirklich interessant. Der Bahnhof liegt am Koningin Astridplein, direkt am Eingang zum Diamantenviertel. Der Eintritt ist frei und der Bahnhof rund um die Uhr geöffnet. Wer mit dem Zug ankommt, bekommt hier einen hervorragenden ersten Eindruck von der Stadt. Die Einkaufsstraße Meir beginnt direkt vor der Tür und führt geradewegs ins alte Zentrum. Er ist eine Sehenswürdigkeit, an der man ohnehin meist vorbeikommt – man sollte also nicht vergessen, nach oben zu schauen.

Öffnungszeiten Rund um die Uhr geöffnet
Eintritt Free
Insider-TippGehen Sie ans hintere Ende der oberen Halle und schauen Sie durch alle drei Ebenen gleichzeitig nach unten. Die vertikale Perspektive durch die Eisen-Glas-Konstruktion ist der beste Blickwinkel im Gebäude.
Antwerp Diamond District

2. Antwerp Diamond District

Wer den Antwerp Central Station verlässt, steht eigentlich schon mitten im Diamantenviertel. In diesem kompakten Areal rund um die Hoveniersstraat und die Schupstraat werden jedes Jahr Diamanten im Wert von etwa 25 Milliarden Dollar gehandelt. Rund 84 % aller Rohdiamanten und 50 % der geschliffenen Diamanten weltweit landen irgendwann in Antwerpen. Das sind keine Zahlen aus einer Tourismus-Broschüre, das ist die reale globale Lieferkette in einem belgischen Wohnviertel. Das Viertel ist geprägt von einer starken orthodox-jüdischen Gemeinschaft, der größten in Westeuropa, sowie einer wachsenden Zahl indischer Händler. An einem Wochentag sieht man chassidische Männer in traditioneller Kleidung, Überwachungskameras an jeder Ecke und kleine Schaufenster mit schlichten Auslagen, die einen unvorstellbaren Wert darstellen. Der größte geschliffene Diamant der Welt, der „Black Falcon“, wurde hier bearbeitet. Es ist ein aktives Geschäftsviertel und keine Themen-Attraktion. Stellen Sie sich darauf ein. Das Viertel kostet keinen Eintritt und ist von Montag bis Freitag zwischen 09:00 und 19:00 Uhr am belebtesten. Wer die Branche wirklich verstehen will, sollte das DIVA-Museum in der Suikerrui besuchen. Dort werden Diamanten und Schmuck ausführlich erklärt. Bei diesem Ort geht es mehr um die Atmosphäre als um ein einzelnes Denkmal. Verbinden Sie den Besuch am besten mit Ihrer Ankunft am Hauptbahnhof.

Öffnungszeiten Mo–Fr: 09:00 – 19:00 | Sa: Geschlossen | So: 09:00 – 19:00
Eintritt Free
Website N/A
Cathedral of Our Lady

3. Cathedral of Our Lady

Der Bau der Antwerpener Kathedrale dauerte 169 Jahre, von 1352 bis 1521. Man spürt den Ehrgeiz vergangener Jahrhunderte, wenn man unter dem 123 Meter hohen Turm steht. Die Onze-Lieve-Vrouwekathedraal ist die größte gotische Kirche in den Niederlanden und ihr Turm gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sie ist der Fixpunkt, um den sich in Antwerpen alles dreht. Im Inneren hängen vier Gemälde von Peter Paul Rubens, darunter die monumentale „Kreuzabnahme“ und „Die Kreuzaufrichtung“. Die Kathedrale war bis 1967 das höchste Gebäude Belgiens. Der Innenraum ist für eine gotische Kirche überraschend hell. Sieben Kirchenschiffe erzeugen ein enormes Raumgefühl, und das Nachmittagslicht fällt durch die hohen Fenster. Man kann die Rubens-Gemälde ohne Fernglas betrachten, was nach dem Starren auf Deckenfresken in italienischen Kirchen eine echte Erleichterung ist. Die Kathedrale liegt zwischen dem Handschoenmarkt (Haupteingang) und dem Groenplaats (Südseite). Man kommt beim Gehen durch die Altstadt ständig an ihr vorbei. Der Eintritt kostet 12 EUR. Wer nach Dingen sucht, die Antwerpen ausmachen, fängt hier an. Die Kathedrale ist nur ein kurzer Spaziergang vom Grote Markt entfernt und liegt nah am Plantin-Moretus-Museum.

Öffnungszeiten Mo–Fr: 10:00 – 17:00 | Sa: 10:00 – 15:00 | So: 13:00 – 17:00
Eintritt 12 EUR
Insider-TippAm Samstag schließt die Kathedrale bereits um 15:00 Uhr, zwei Stunden früher als an Wochentagen. Planen Sie Ihren Besuch für einen Vormittag unter der Woche, wenn es ruhiger ist und das Licht für die Rubens-Gemälde besser fällt.
Great Butchers' Hall

4. Great Butchers' Hall

Das Vleeshuis ist eines der markantesten mittelalterlichen Gebäude in Antwerpen, und die meisten Leute laufen direkt daran vorbei. Erbaut zwischen 1501 und 1504, liegt diese ehemalige Fleischhalle am Ufer der Schelde. Die Fassade aus abwechselnden Schichten aus rotem Backstein und weißem Sandstein verleiht ihr eine markante Streifenoptik. Hier lagerte und verkaufte die Fleischerzunft der Stadt jahrhundertelang ihr Fleisch. Nach dem Ende des Zunftwesens wurde das Gebäude unterschiedlich genutzt, bevor es zum Museum wurde. Heute konzentriert sich das Vleeshuis auf die Geschichte der Musik und der darstellenden Künste. Es gibt eine Sammlung historischer Instrumente und Exponate zu 600 Jahren Musik, Tanz und Theater in Antwerpen. Das Gebäude selbst ist dabei genauso interessant wie der Inhalt. Die hohe Innenhalle mit ihrem massiven Dachstuhl lässt erahnen, wie wohlhabend und organisiert die mittelalterlichen Zünfte waren. Es ist nur ein kurzer Spaziergang vom Grote Markt entfernt und liegt in einem ruhigeren Teil der Altstadt. Der Eintritt ist frei. Das Gebäude ist ein Ort, für den sich ein kleiner Umweg lohnt – besonders, wenn man ohnehin zwischen dem Grote Markt und dem MAS-Museum am Ufer unterwegs ist. Die gestreifte Fassade lässt sich am späten Nachmittag gut fotografieren, wenn die tiefstehende Sonne die Steinschichten trifft.

Öffnungszeiten Mo: 09:00 – 18:00 | Di: Geschlossen | Mi–Do: 09:00 – 18:00 | Fr–Sa: 08:30 – 18:00 | So: 08:30 – 13:00
Eintritt Free
Rubens House

5. Rubens House

Peter Paul Rubens kaufte dieses Haus im Jahr 1610 und verbrachte die nächsten 25 Jahre damit, es in ein persönliches Statement zu verwandeln. Den barocken Portikus im Garten entwarf er selbst, nach dem Vorbild italienischer Palazzi, die er während seiner Jahre in Rom studiert hatte. Im Rubenshuis lebte und malte er, empfing Diplomaten und betrieb das wohl produktivste Kunstatelier im Europa des 17. Jahrhunderts. Beim Gang durch die Räume bekommt man ein Gefühl dafür, wie er die Grenze zwischen Künstler und Aristokrat verwischte. Das Haus wurde über die Jahrhunderte stark beschädigt und ab 1946 sorgfältig restauriert. Seit 2024 betreten Besucher das Museum durch ein neues Gebäude am Hopland 13. Dieser moderne Empfangspavillon wurde vom Architekturbüro Robbrecht en Daem entworfen. Drinnen findet man zeitgenössisch eingerichtete Zimmer, einen kleinen Garten mit dem berühmten Portikus und wechselnde Auswahlen aus der Sammlung. Das Atelier ist das Highlight: ein hoher Raum mit Nordlicht, in dem Rubens und seine Assistenten hunderte Gemälde schufen. Der Eintritt kostet 8 EUR. Montags, dienstags, donnerstags und freitags ist von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, am Wochenende bis 18:00 Uhr. Mittwochs bleibt das Haus geschlossen. Dieser Ort verbindet die Identität der Stadt mit ihrem goldenen Zeitalter. Das Haus liegt am Wapper, nur 5 Minuten zu Fuß von der Einkaufsmeile Meir entfernt.

Öffnungszeiten Mo–Di: 10:00 – 17:00 | Mi: Geschlossen | Do–Fr: 10:00 – 17:00 | Sa–So: 10:00 – 18:00
Eintritt 8 EUR
Insider-TippDer Garten und der Portikus sind die meistfotografierten Teile. Kommen Sie an einem Vormittag unter der Woche; ab 11:00 Uhr wird es im Innenhof durch Reisegruppen oft voll.
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💎 Geheimtipps in Antwerp - Abseits der Touristenpfade

Abseits der Touristenmassen verbirgt Antwerp bemerkenswerte Schätze.

Cogels Osylei Street

1. Cogels Osylei Street

Die Cogels-Osylei ist die beeindruckendste Straße im Zurenborg-Viertel und wohl die schönste Wohnstraße Belgiens. Jedes Haus ist anders. Jugendstil-Villen stehen neben neogotischen Türmchen und eklektischen Fantasiegebäuden mit Keramikfliesen, schmiedeeisernen Balkonen und Sgraffito-Verzierungen. Die Straße wurde zwischen 1894 und 1906 erschlossen. Die Besitzer waren wohlhabend genug, um Architekten zu engagieren, die sich gegenseitig übertreffen wollten. Das Ergebnis ist ein ganzer Block, in dem sich keine zwei Fassaden gleichen. Im Gegensatz zu einem Museum ist die Cogels-Osylei eine bewohnte Straße. Hinter den Fassaden leben echte Menschen; geparkte Autos und zugezogene Vorhänge machen das Ganze authentisch. In den 1960er Jahren sollten die Häuser fast abgerissen werden, um Platz für neue Bauprojekte zu schaffen. Eine Denkmalschutzbewegung rettete sie, und heute steht die gesamte Straße unter Schutz. Hier langzulaufen fühlt sich an, als würde man in einem Architektur-Lehrbuch blättern, nur dass die Beispiele lebensgroß sind. Kostenlos und jederzeit zugänglich. Die Straße liegt im Zurenborg-Viertel, etwa 20 Minuten zu Fuß vom Hauptbahnhof entfernt. Die kleine Mühe der Anreise lohnt sich. Planen Sie 20 Minuten ein, um die Straße einmal ganz abzulaufen und auf die Details zu achten.

Öffnungszeiten Rund um die Uhr geöffnet
Eintritt Free
Website N/A
Standort 51.20373, 4.4334
Insider-TippDie Hausnummern 5 bis 15 haben die abwechslungsreichsten und aufwendigsten Fassaden. Besonders markant ist das Eckhaus an der Kreuzung zur Waterloostraat.
Hessenhuis Art Space

2. Hessenhuis Art Space

Das Hessenhuis ist ein Lagerhaus aus der Renaissance am Hessenplein, das schon viele Funktionen hatte. Es wurde 1564 für deutsche Kaufleute aus Hessen fertiggestellt, die dort Ställe, Unterkünfte und Lagerplatz für ihre Wagen und Waren benötigten. Man kann an den Wänden noch immer die Eisenringe sehen, an denen die Pferde angebunden waren. Nachdem das goldene Zeitalter des Handels verblasste, diente das Gebäude als protestantische Kapelle, Kaserne, Feuerwache und städtische Werkstatt, bevor es 1795 zum Ausstellungsraum wurde. Im Jahr 2011 zog der Großteil der historischen Sammlung in das nahegelegene MAS-Museum um. Heute finden im Hessenhuis wechselnde Ausstellungen und Veranstaltungen statt, außerdem gibt es dort eine beliebte Bar und einen Nachtclub. Das Programm variiert, schauen Sie also vorab auf die Website. Das Gebäude öffnet von Dienstag bis Sonntag ab 16:00 Uhr und bleibt am Wochenende lange offen (freitags und samstags bis 04:00 Uhr). Die Atmosphäre wandelt sich von entspannten Drinks am Nachmittag zu einer echten Ausgeh-Stimmung am Abend. Der Eintritt ist frei. Das Hessenhuis liegt im Eilandje-Viertel, etwa 10 Minuten zu Fuß nördlich vom Grote Markt. Hier teilen sich Geschichte und Nachtleben ein über 460 Jahre altes Dach. Das Gebäude ist schon allein wegen der Architektur einen Blick wert.

Öffnungszeiten Mo: Geschlossen | Di–Mi: 16:00 – 01:00 | Do: 16:00 – 02:00 | Fr–Sa: 16:00 – 04:00 | So: 16:00 – 01:00
Eintritt Free
MoMu Fashion Museum

3. MoMu Fashion Museum

Antwerpen hat die „Antwerp Six“ hervorgebracht, eine Gruppe von Modedesignern, die die Branche in den 1980er Jahren auf den Kopf stellten. Im MoMu wird dieses Erbe bewahrt. Das ModeMuseum befindet sich seit 2002 im ModeNatie-Gebäude in der Nationalestraat, zusammen mit dem Flanders Fashion Institute und der Modeakademie, an der diese Designer ausgebildet wurden. Das Museum setzt auf Wechselausstellungen statt auf eine Dauerausstellung. Was man sieht, hängt also ganz vom Zeitpunkt des Besuchs ab. Frühere Ausstellungen reichten vom Archiv von Dries Van Noten bis zur Geschichte der Spitze. Das MoMu war ab 2018 für Renovierungen geschlossen, öffnete 2021 kurzzeitig und musste 2022 wegen Problemen mit der Klimatisierung erneut schließen. Seit Oktober 2022 ist es dauerhaft wieder offen. Das Warten hat sich gelohnt. Die Ausstellungsflächen sind jetzt technisch auf dem neuesten Stand und die Räume lassen den Exponaten Platz zum Wirken. Es ist ein kleines Museum, für das man etwa 60 bis 90 Minuten einplanen sollte. Der Eintritt kostet 12 EUR. Es liegt etwa 10 Minuten südlich vom Grote Markt in einer Straße voller unabhängiger Modeboutiquen, in denen man auf dem Weg gut stöbern kann.

Öffnungszeiten Mo: Geschlossen | Di–So: 10:00 – 18:00
Eintritt 12 EUR
Website www.momu.be/
Standort 51.217, 4.39957
Insider-TippSchauen Sie vor dem Besuch auf momu.be nach der aktuellen Ausstellung. Da es nur Wechselausstellungen gibt, gibt es in den Umbauphasen dazwischen nichts zu sehen.
Sint-Jansvliet Park

4. Sint-Jansvliet Park

Der Sint-Jansvliet ist ein kleiner Platz am Flussufer der Altstadt. Er bietet etwas, das kein anderer Ort in Antwerpen so gut schafft: eine direkte Verbindung zur Schelde. Der Park liegt am Eingang zum Sint-Annatunnel. Dieser 572 Meter lange Fußgänger- und Radlertunnel wurde 1933 gebaut und führt unter dem Fluss auf das linke Ufer (Linkeroever). Der Tunnel selbst ist einen Umweg wert. Man fährt mit einer hölzernen Rolltreppe oder dem Aufzug hinunter, geht durch eine saubere, weiß geflieste Röhre unter der Schelde hindurch und kommt auf der anderen Seite wieder heraus – mit einem Panoramablick auf die Skyline der Altstadt. Über der Erde ist der Sint-Jansvliet eine ruhige Grünfläche, auf der Einheimische ihre Hunde ausführen. Es fehlt die architektonische Dramatik der Plätze an der Kathedrale, aber die Weite tut nach den engen mittelalterlichen Gassen gut. Das Plantin-Moretus-Museum ist 3 Gehminuten entfernt. Die Uferpromenade führt von hier aus nach Norden zum MAS-Museum. Der Zugang ist jederzeit kostenlos. Die hölzernen Rolltreppen aus den 1930er Jahren sollte man gesehen haben; sie gehören zu den ältesten funktionstüchtigen Holzrolltreppen Europas.

Öffnungszeiten Rund um die Uhr geöffnet
Eintritt Free
Website N/A
Insider-TippGehen Sie durch den Sint-Annatunnel unter dem Fluss hindurch zum linken Ufer. Der Blick auf die Skyline von Antwerpen von der anderen Seite der Schelde ist das beste kostenlose Panorama der Stadt.
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🎨 Die besten Museen & Galerien in Antwerp

Erstklassige Museen und Galerien, die Antwerp zu einem kulturellen Highlight machen.

DIVA Museum

1. DIVA Museum

Das DIVA liegt in der Suikerrui, nur 5 Minuten von der Kathedrale entfernt. Es widmet sich den beiden großen Luxusgütern Antwerpens: Diamanten und Silberschmiedekunst. Das Museum entstand durch die Zusammenlegung des alten Diamantenmuseums und des Silbermuseums Sterckshof. Der Name ist kein Akronym; er soll einfach Glamour vermitteln, was gut zur Sammlung aus funkelnden Steinen, Renaissance-Silber und modernem Schmuck passt. Das Museum führt einen durch den Diamantenhandel, vom Rohstein bis zum geschliffenen Juwel, und erklärt Werkzeuge, Techniken und den historischen Kontext. Man erfährt, warum Antwerpen zur Diamantenhauptstadt der Welt wurde und wie der Handel die Wirtschaft und die Stadtviertel geprägt hat. Die Silbersammlung ist mit Stücken ab dem 16. Jahrhundert ebenso stark. Die Wechselausstellungen sind meist gut kuratiert. Das Gebäude selbst ist ein umgebautes Kaufmannshaus aus dem 16. Jahrhundert. Der Eintritt kostet 12 EUR. Wenn Sie nur ein Museum über das Diamantenerbe besuchen wollen, wählen Sie dieses statt nur durch das Diamantenviertel zu laufen. Das DIVA liefert den Kontext, den man auf der Straße nicht sieht. Es ist eines der besten Museen, um zu verstehen, was diese Stadt wohlhabend gemacht hat.

Öffnungszeiten Mo–Di: 10:00 – 18:00 | Mi: Geschlossen | Do–So: 10:00 – 18:00
Eintritt 12 EUR
Insider-TippIn der obersten Etage gibt es eine Terrasse mit Blick auf die Kathedrale. Fragen Sie am Empfang, ob sie während Ihres Besuchs zugänglich ist.
Museum aan de Stroom (MAS)

2. Museum aan de Stroom (MAS)

Das MAS wurde 2011 im Viertel Eilandje eröffnet. Sein Turm aus gestapelten Sandstein- und Glaskuben gehört heute fest zur Skyline von Antwerpen. Das Gebäude ist 60 Meter hoch und hat 10 Stockwerke. Die Dachterrasse ist kostenlos zugänglich. Das ist wichtig, denn der Panoramablick von oben ist der beste der Stadt: im Süden die Altstadt, im Norden der Hafen und im Westen die Kurve der Schelde. Selbst wenn Sie die Ausstellungen auslassen, sollten Sie für die Aussicht hochfahren. Im Inneren thematisiert das MAS die Beziehung Antwerpens zur Welt durch Handel, Schifffahrt und kulturellen Austausch. Die Sammlung umfasst etwa 600.000 Objekte, von denen jeweils nur ein Teil gezeigt wird. Es geht um die Hafengeschichte, globale Verbindungen und ethnografische Sammlungen aus der belgischen Kolonialzeit. Das Museum geht mit seinem kolonialen Erbe direkter um als viele andere europäische Institutionen. Jede Etage hat einen Glaskorridor mit Blick nach draußen, sodass man zwischen den Galerien immer wieder die Stadt sieht. Die Dachterrasse ist immer zugänglich, wenn das Gebäude offen ist (Dienstag bis Sonntag, 10:00 bis 17:00 Uhr). Der Zugang zu den Ausstellungen kostet 10 EUR. Das MAS liegt im revitalisierten Hafenbereich, etwa 15 Minuten zu Fuß vom Grote Markt entfernt.

Öffnungszeiten Mo: Geschlossen | Di–So: 10:00 – 17:00
Eintritt 10 EUR
Website mas.be/
Insider-TippDie Dachterrasse ist kostenlos und erfordert kein Museumsticket. Nehmen Sie die Rolltreppen durch die Glaskorridore nach oben, um auf jeder Ebene einen neuen Blick auf die Stadt zu bekommen, und genießen Sie dann das volle Panorama im 10. Stock.
Plantin-Moretus Museum

3. Plantin-Moretus Museum

Dies ist das einzige Museum weltweit, das als komplettes Gebäude zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Das Plantin-Moretus Museum bewahrt das Haus, die Werkstatt und die Druckpressen von Christophe Plantin und seinem Schwiegersohn Jan Moretus. Sie betrieben ab den 1550er Jahren eine der wichtigsten Druckereien Europas. Die beiden ältesten erhaltenen Druckpressen der Welt stehen hier noch an ihren ursprünglichen Plätzen. Die Bibliothek beherbergt tausende Bücher, Manuskripte und Kupferstichplatten. Das Gebäude ist ein Patrizierhaus, das um einen ruhigen Innenhof angeordnet ist. Ein Besuch fühlt sich an wie der Eintritt in eine Zeitkapsel. Die Räume sind mit historischen Möbeln ausgestattet, dazu hängen Porträts von Rubens, der ein Freund der Familie war. Man sieht genau, wie ein Verlagshaus im 16. Jahrhundert funktionierte, vom Satz bis zum Binden der Bücher. Der Innenhof ist eine Oase der Ruhe mitten in der Stadt. Das Museum liegt am Vrijdagmarkt, nur einen kurzen Spaziergang westlich der Kathedrale. Der Eintritt kostet 12 EUR. Unter den Sehenswürdigkeiten Antwerpens sticht dieses Museum hervor, weil es Kunst, Geschichte und Handwerk an einem authentischen Ort vereint. Es ist perfekt für alle, die sich für Bücher oder die Verbreitung von Ideen im frühen modernen Europa interessieren.

Öffnungszeiten Mo: Geschlossen | Di–So: 10:00 – 17:00
Eintritt 12 EUR
Insider-TippDer Bibliotheksraum im zweiten Stock ist einer der schönsten historischen Innenräume Belgiens. Nehmen Sie sich hier Zeit, statt nur durch die Räume mit den Druckpressen zu eilen.
Royal Museum of Fine Arts

4. Royal Museum of Fine Arts

Das KMSKA wurde 2022 nach einer elfjährigen Renovierung wiedereröffnet, und das Warten hat sich gelohnt. Das neoklassizistische Gebäude am Leopold de Waelplaats stammt aus den Jahren 1884 bis 1890. Durch die Renovierung erhielt es ein modernes, weißes Inneres, das einen starken Kontrast zu den ursprünglichen Räumen des 19. Jahrhunderts bildet. Die Sammlung reicht von den Flämischen Primitiven bis zu James Ensor; Jan van Eyck, Rubens und Van Dyck sind prominent vertreten. Es ist das größte Kunstmuseum in Flandern. Die Aufteilung trennt die Sammlung in zwei Zonen: die Alten Meister oben in den historischen Galerien und moderne Kunst in den neuen, weißwandigen Räumen. Allein der Rubens-Saal rechtfertigt den Besuch. Seine großformatigen Gemälde haben hier den nötigen Platz, und man kann nah genug herangehen, um einzelne Pinselstriche zu sehen. Das Museum besitzt zudem sieben Gemälde von James Ensor, Antwerpens berühmtestem modernen Künstler. Der Eintritt kostet 10 EUR. Donnerstagabend ist die beste Zeit für einen Besuch: Es ist weniger los und das Museum hat bis 22:00 Uhr geöffnet. Das KMSKA liegt im Süden der Stadt, etwa 15 Minuten zu Fuß von der Kathedrale entfernt.

Öffnungszeiten Mo–Mi: 10:00 – 17:00 | Do: 10:00 – 22:00 | Fr: 10:00 – 17:00 | Sa–So: 10:00 – 18:00
Eintritt 10 EUR
Website kmska.be/
Insider-TippDonnerstagabend bis 22:00 Uhr ist die beste Zeit. Nach 18:00 Uhr ist das Museum oft halbleer, während der Andrang am Wochenende extrem sein kann.
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🌳 Parks & Aussichtspunkte in Antwerp

Schöne Parks, Gärten und Panorama-Aussichtspunkte in Antwerp.

Middelheim Sculpture Park

1. Middelheim Sculpture Park

Middelheim ist ein 30 Hektar großes Freiluftmuseum für Skulpturen im Süden Antwerpens und komplett kostenlos. Es wurde 1951 eröffnet und ist der älteste Skulpturenpark seiner Art. Im Jahr 2022 kamen 535.000 Besucher, was ihn oft zum meistbesuchten Museum in ganz Flandern macht. Die Sammlung umfasst über 200 Werke, die in Wäldern, Wiesen und Gärten verteilt sind. Man spaziert von Rodins „Balzac“ über Ai Weiweis „The Bridge Without a Name“ bis zu Henry Moores „King and Queen“ – alles unter freiem Himmel. Der Park ist Teil des größeren Nachtegalenparks. Bei gutem Wetter fühlt es sich an wie ein langer Waldspaziergang, bei dem zufällig Weltklasse-Kunst am Wegesrand steht. Es gibt keinen Zeitdruck, keine Warteschlangen und keine Audioguide-Hektik. Man geht einfach und schaut. Erwin Wurms „Misconceivable“ (lokal bekannt als „De Kromme Boot“, das krumme Boot) ist ein Favorit und eines der meistfotografierten Werke. Geöffnet ist von Dienstag bis Sonntag ab 10:00 Uhr (im Sommer länger). Der Eintritt ist frei. Mit der Straßenbahn braucht man vom Zentrum etwa 20 Minuten. Unter den Parks in Antwerpen ist Middelheim derjenige, der die Fahrt in den Süden rechtfertigt. Planen Sie mindestens 90 Minuten für den gesamten Rundweg ein.

Öffnungszeiten Mo: Geschlossen | Di–So: 10:00 – 17:00
Eintritt Free
Insider-TippHolen Sie sich am Eingang den kostenlosen Plan. Der Park ist groß genug, dass man wichtige Werke übersieht, wenn man ohne Route losläuft. Der Bereich am alten Schloss hat die höchste Dichte an bedeutenden Stücken.
Stadspark

2. Stadspark

Der Stadspark ist der zentrale Stadtpark von Antwerpen, ein grünes Rechteck zwischen dem Diamantenviertel und der Meir. Es ist kein prächtiger Landschaftspark und will es auch gar nicht sein. Teiche, Fußwege, alter Baumbestand und Bänke bilden die Basis. Der Park wurde 1867 im englischen Landschaftsstil entworfen und 1869 eröffnet; die Bäume hatten also über 150 Jahre Zeit zum Wachsen. An warmen Nachmittagen füllt er sich mit Büroangestellten in der Mittagspause, Studenten und Familien mit kleinen Kindern. Der Park ist eher praktisch als außergewöhnlich. Nachdem man die Meir entlanggelaufen ist oder das Rubenshaus besucht hat, bietet der Stadspark eine Bank, Schatten und eine Pause. Es gibt einen kleinen Ententeich, ein paar Skulpturen und einen Musikpavillon. Es ist die Art von Ort, an dem man sich für zehn Minuten setzt und dann doch dreißig bleibt. Im Sommer finden gelegentlich Veranstaltungen und Konzerte statt. Der Park ist rund um die Uhr zugänglich, kostenlos und zentral gelegen. Er liegt auf halbem Weg zwischen dem Hauptbahnhof und der Altstadt. Als grüner Rückzugsort ist er der bequemste in der Stadt, wenn auch nicht der schönste. Dafür sollte man zum Middelheim-Skulpturenpark im Süden fahren.

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