1. Bergenhus Fortress
Gleich nördlich von Bryggen, dort wo der Hafen auf das offene Meer trifft, liegt Bergenhus. Es ist eine der ältesten und am besten erhaltenen Festungsanlagen Norwegens. Der Name bedeutet wörtlich "befestigte Burg", und genau das war es auch: Königssitz und Verwaltungszentrum in den Jahrhunderten, als Bergen noch Norwegens Hauptstadt war. Das Gelände ist täglich von 6:00 bis 23:00 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Die Anlage erstreckt sich über eine Grünfläche zwischen Koengen im Osten und dem Hafen im Westen. An sonnigen Tagen liegen die Leute hier auf dem Rasen; die Atmosphäre erinnert eher an einen Park als an eine Militärbasis. Aber die Geschichte sitzt tief. Im Komplex steht der Rosenkrantztårnet, ein architektonisches Meisterwerk aus dem 16. Jahrhundert. Daneben findet man die Håkonshallen, die große Steinhalle, die um 1260 für das Krönungsbankett von König Håkon Håkonsson gebaut wurde. Beides lohnt einen Besuch, wenn man Bergens mittelalterliche Bedeutung verstehen will. Die Festung lässt sich ideal mit Bryggen und dem Fischmarkt kombinieren, alles liegt innerhalb von zehn Minuten Fußweg. Durch die Lage am Wasser hat man einen tollen Blick über Vågen, ohne irgendwo hochklettern zu müssen – ein guter Kontrast zu den Aussichtspunkten auf dem Fløyen oder Ulriken.