1. Bratislava Castle
Der weiße, rechteckige Palast auf dem Hügel über der Donau wurde so oft abgebrannt, umgebaut, verlassen und restauriert, dass das heutige Gebäude hauptsächlich eine Rekonstruktion eines Renaissance-Baus aus den 1950er und 60er Jahren ist. Die ursprüngliche Festung stammt aus dem 9. Jahrhundert, als sie Teil Großmährens war. Während die ungarischen Könige unten im Martinsdom gekrönt wurden, lagerten sie ihre Kronjuwelen hier oben. 1811 brannte die Burg bis auf die Grundmauern nieder und blieb 140 Jahre lang eine Ruine, bevor die slowakische Regierung sie wieder aufbaute.
Heute beherbergt die Burg Teile der historischen Sammlung des Slowakischen Nationalmuseums. Der Eintritt kostet 14 EUR, geöffnet ist von Dienstag bis Sonntag, 10:00 bis 18:00 Uhr. Die Ausstellungen zeigen slowakische Geschichte von den Kelten und Römern bis zur Habsburgerzeit, mit einer beachtlichen Sammlung an Möbeln und Münzen. Die tonnengewölbten Keller sind die ältesten erhaltenen Räume.
Das Burggelände kostet nichts und lohnt sich auch ohne Museumsbesuch. Die Barockgärten an der Ostseite wurden originalgetreu neu angepflanzt, im Hof gibt es im Sommer oft Konzerte. Vom Eingangstor aus ist man in zehn Minuten über schmale Kopfsteinpflastergassen unten am Hauptplatz.