1. Machado de Castro National Museum
Direkt über dem römischen Forum von Aeminium erbaut, ist dieses Kunstmuseum ebenso wegen des Gebäudes wie wegen der Sammlung interessant. Das absolute Highlight ist der Kryptoportikus – ein Labyrinth aus unterirdischen römischen Galerien, die das darüberliegende Forum stützten. Der Gang durch diese kühlen, schwach beleuchteten Steinkorridore vermittelt ein hautnahes Gefühl für das 2.000 Jahre alte Fundament der Stadt, das kein Geschichtsbuch ersetzen kann. Es ist ein Meisterwerk der Ingenieurskunst, das bemerkenswert intakt geblieben ist.
Über der Erde konzentriert sich die Sammlung auf Skulpturen und religiöse Kunst und beherbergt einige der feinsten mittelalterlichen Steinschnitzereien Portugals. Die Präsentation ist modern und luftig, ein scharfer Kontrast zu den dunklen römischen Tunneln darunter. Das Museum befindet sich im ehemaligen Bischofspalast, und die Loggia bietet einen der besten Panoramablicke über die Alte Kathedrale und den Fluss, wodurch die Geografie der Stadt sofort verständlich wird.
Selbst wenn Sie Kunstmuseen normalerweise auslassen, macht der römische Untergrund dieses hier unverzichtbar. Er liefert den Kontext zu allen anderen Attraktionen Coimbras, indem er zeigt, worauf die mittelalterliche Stadt eigentlich gebaut wurde. Die Gegenüberstellung von römischem Stein und mittelalterlicher sakraler Kunst bringt die geschichteten Epochen Coimbras perfekt auf den Punkt.