Sehenswürdigkeiten in Fes – Top Attraktionen, Geheimtipps & Must-Sees

Entdecke die besten Sehenswürdigkeiten in Fes. Kompletter Reiseführer mit Must-Sees, beliebten Attraktionen, Geheimtipps, Museen, Märkten und Parks.

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Inhaltsverzeichnis

Fes Übersicht

Fes ist die älteste der vier Königsstädte Marokkos und diejenige, die sich am wenigsten verändert hat. Die mittelalterliche Medina, Fes el-Bali, ist UNESCO-Weltkulturerbe und die größte autofreie Zone der Welt: Über 9.000 Gassen voller Moscheen, Koranschulen, Gerbereien und Souks, die seit dem 9. Jahrhundert ohne Unterbrechung in Betrieb sind. Die University of Karaouine, gegründet im Jahr 859, gilt laut Guinness-Buch der Rekorde als die älteste Universität der Welt. Hier wird nicht mit der Vergangenheit gehandelt. In Fes hat die Vergangenheit einfach nie aufgehört.

Fes belohnt Reisende, die mit Reizüberflutung klarkommen, sich gerne verlaufen und echtes Interesse an Handwerk, Essen und Architektur haben. Die Medina ist laut, riecht streng, ist verwirrend und manchmal aufdringlich. Gleichzeitig ist sie eine der außergewöhnlichsten Städte überhaupt. Wer eine polierte, durchgeplante Reise will, ist in Marrakesch besser aufgehoben. Wer das echte Marokko sucht, geht nach Fes.

Die Stadt teilt sich in drei Bereiche: Fes el-Bali (die alte Medina, wo fast alle Sehenswürdigkeiten liegen), Fes el-Jdid (das Königsviertel aus dem 13. Jahrhundert mit dem jüdischen Viertel Mellah und dem Königspalast) und die Ville Nouvelle (die moderne, von den Franzosen gebaute Stadt, praktisch für den Verkehr, aber nicht für Sightseeing). Zwei bis drei volle Tage sind ideal. Weniger Zeit reicht nur für einen oberflächlichen Eindruck.

Diese Highlights in Fes

  • Fes el-Bali (Old Medina)
  • Chouara Tannery
  • University of Karaouine
  • Bou Inania Madrasa
  • Al Attarine Madrasa
🏛️ Must-See ⭐ Sehenswürdigkeiten 🌳 Parks & Aussicht

🏛️ Must-See Sehenswürdigkeiten in Fes

Diese ikonischen Wahrzeichen sollte jeder Besucher in Fes gesehen haben.

Al Attarine Madrasa

1. Al Attarine Madrasa

Erbaut zwischen 1323 und 1325 unter dem Meriniden-Sultan Abu Said Uthman. Die Al Attarine Madrasa ist klein genug, um sie in 30 Sekunden zu durchqueren, aber so detailreich, dass man eine Stunde darin verbringen kann. Im Innenhof steht ein Marmorbrunnen, umgeben von Wänden aus Zellige-Fliesen, geschnitztem Zedernholz und Stuck. Die Materialien sind vom Boden bis zur Decke übereinander geschichtet. Das Handwerk gilt als Höhepunkt der merinidischen Architektur. Wer im Hof steht, wird dem kaum widersprechen. Die Schule ist nach dem benachbarten Souk el Attarine (dem Gewürz- und Parfümmarkt) benannt, weshalb es hier nach Kreuzkümmel und getrockneten Rosen riecht. Sie liegt direkt neben der Karaouine-Moschee und nur wenige Schritte von der Chouara Tannery entfernt. Im Gegensatz zur Bou Inania Madrasa am anderen Ende der Stadt, die größer und imposanter ist, wirkt Al Attarine durch ihre Dichte: Jede Fläche ist bearbeitet, jede Ecke verziert. Durch den kleinen Maßstab wirken die Details noch stärker. Ein Muss in Fes für alle, die sich für Kunsthandwerk interessieren.

Öffnungszeiten Täglich: 10:00 – 17:00
Eintritt Check locally
Website Wikipedia
Insider-TippKommen Sie direkt zur Öffnung um 10:00 Uhr. Dann ist der Hof noch leer und das Morgenlicht fällt von oben in den Raum. Gegen Mittag wird es durch Reisegruppen oft eng.
Bou Inania Madrasa

2. Bou Inania Madrasa

Sultan Abu Inan Faris ließ diese Madrasa zwischen 1350 und 1355 bauen und wollte offensichtlich alles bisherige übertreffen. Bou Inania ist die einzige Madrasa in Fes, die auch als Freitagsmoschee diente, inklusive eigenem Minarett. Der Innenhof ist größer und offener als der von Al Attarine, mit einem langen rechteckigen Brunnen und Wänden im typischen Mix aus Zellige, Zedernholz und Stuck – nur eben in größerem Maßstab. Das Gebäude gehört seit 1981 zum UNESCO-Weltkulturerbe. An der Außenwand hängt eine mittelalterliche Wasseruhr, deren Mechanismus bis heute niemand vollständig erklären kann. Die Lage ist ideal zur Orientierung. Bou Inania liegt direkt hinter dem Boujloud Gate am westlichen Eingang von Fes el-Bali. Wer vom Tor in die Medina geht, sieht das Minarett meist innerhalb einer Minute über den Gassen aufragen. Die Madrasa ist ein guter Startpunkt, bevor man tiefer in das Karaouine-Viertel eintaucht. Bou Inania zeigt beispielhaft, wie eine merinidische Hochschule aussah: Gebetssaal, Studentenunterkünfte im Obergeschoss und jede Wand bis auf den letzten Zentimeter bearbeitet.

Öffnungszeiten Täglich: 9:00 – 17:00
Eintritt Check locally
Website Wikipedia
Insider-TippSuchen Sie die Wasseruhr (Clepsydra) an der Außenwand in der Straße Talaa Kebira. Die 14 Holzkonsolen und Messingschalen sind original. Forscher rätseln noch immer, wie die Zeitmessung funktionierte.
Chouara Tannery

3. Chouara Tannery

In der Chouara Tannery wird seit dem 11. Jahrhundert auf dieselbe Weise gearbeitet. Die Arbeiter stehen bis zu den Knien in Steinbecken voller Taubenkot, Branntkalk und natürlichen Farbstoffen. Sie schaben und weichen Tierhäute per Hand ein. Von oben sehen die kreisförmigen Gruben aus wie eine Malerpalette: safrangelb, mohnrot, indigoblau und das kalkige Weiß der Beizbäder. Es ist der meistfotografierte Ort in Fes, und das zu Recht. Alle warnen vor dem Geruch, und sie haben recht. Die Mischung aus rohen Häuten und der Lösung aus Taubendreck ist intensiv, besonders in der Sommerhitze. Die Besitzer der Ledergeschäfte auf den umliegenden Terrassen verteilen Minzzweige, die man sich unter die Nase hält. Das hilft tatsächlich. Der Zugang zu den Terrassen durch die Läden ist kostenlos, dafür versuchen die Verkäufer danach, Taschen oder Jacken zu verkaufen. Das ist der Deal. Dies ist die größte der drei historischen Gerbereien der Stadt, nahe dem Seffarine Square. Nichts anderes in Fes sieht so aus oder riecht so.

Öffnungszeiten Täglich: 9:00 – 19:00
Eintritt Check locally
Insider-TippGehen Sie am Vormittag hin, wenn das Licht direkt in die Farbbecken fällt und die Farben leuchten. Den besten Blick von oben hat man von den Terrassen auf der Ostseite (Zugang über die Lederläden bei Chouara Laadam).
University of Karaouine

4. University of Karaouine

Gegründet im Jahr 859 von Fatima al-Fihri, hält die University of Karaouine den Guinness-Weltrekord als älteste durchgehend betriebene Universität der Welt. Das ist kein Marketing, die UNESCO hat es bestätigt. Seit über 1.100 Jahren wird hier studiert, unter anderem von Ibn Chaldūn (dem Vater der Soziologie), Maimonides (dem jüdischen Philosophen) und Papst Silvester II., der arabische Zahlen nach Europa gebracht haben soll, nachdem er in Fes studierte. Die Universität ist Teil eines großen Moscheekomplexes. Nicht-Muslime dürfen die Gebetssäle nicht betreten. Man kann jedoch durch die offenen Tore einen Blick in das riesige Innere mit seinen Arkaden und Kachelstufen werfen. Die kürzlich restaurierte Bibliothek (die älteste noch genutzte der Welt) öffnet gelegentlich für Führungen. Das Gebäude bildet das spirituelle Zentrum von Fes el-Bali, nur wenige Schritte von der Al Attarine Madrasa und dem Seffarine Square entfernt. Auch wenn man nur einen Blick durch die Türen werfen kann, ist der Ort bedeutend: Hier nahm die weltweite Hochschulbildung ihren Anfang.

Öffnungszeiten Täglich: 8:15 – 21:55
Eintritt Check locally
Website uaq.ma/
Insider-TippDie restaurierte Bibliothek lässt manchmal kleine Gruppen nach Voranmeldung hinein. Fragen Sie in Ihrem Riad oder einen lizenzierten Guide nach dem aktuellen Stand, da es kein öffentliches Buchungssystem gibt.
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🌳 Parks & Aussichtspunkte in Fes

Schöne Parks, Gärten und Panorama-Aussichtspunkte in Fes.

Jardin Jnan Sbil

1. Jardin Jnan Sbil

Nach Stunden in der Medina wirkt der Jardin Jnan Sbil wie eine Klimaanlage. Dieser acht Hektar große öffentliche Garten wurde im 18. Jahrhundert von Sultan Moulay Abdallah als privater Rückzugsort angelegt, ummauert und für Prinzen reserviert. Seit 1917 ist er öffentlich zugänglich, 2011 wurde er umfassend restauriert. Heute wachsen hier rund 1.000 Pflanzenarten im andalusischen Stil: geometrische Pfade, Wasserkanäle, Zitrusbäume und hohe Palmen, die dichten Schatten spenden. Der Garten liegt direkt vor dem Boujloud Gate zwischen Fes el-Bali und Fes el-Jdid. An warmen Abenden füllen einheimische Familien die Bänke. Die Bambushaine und der See mit Enten wirken überraschend weitläufig, wenn man die Enge der Umgebung bedenkt. Es ist der einzige Park in Fes, den man gezielt besuchen sollte. An heißen Tagen – was in Fes von Mai bis Oktober fast jeder Tag ist – ist dieser Ort kein Luxus, sondern notwendig.

Öffnungszeiten Mo: Geschlossen | Di-So: 8:00 – 19:00
Eintritt Free
Website N/A
Insider-TippNutzen Sie den Eingang am Place Batha statt der Seite am Boujloud Gate. Dort ist weniger los und man erreicht zuerst den schönsten Teil des Gartens (die alten andalusischen Beete).
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