Sehenswürdigkeiten in Jerusalem – Top Attraktionen, Geheimtipps & Must-Sees

Entdecke die besten Sehenswürdigkeiten in Jerusalem. Kompletter Reiseführer mit Must-Sees, beliebten Attraktionen, Geheimtipps, Museen, Märkten und Parks.

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Inhaltsverzeichnis

Jerusalem Übersicht

Jerusalem ist ein Ort, an dem drei Religionen, 4.000 Jahre Geschichte und das moderne Leben auf einem einzigen Quadratkilometer aufeinandertreffen. Die Old City, umschlossen von Mauern aus dem 16. Jahrhundert, teilt sich in vier Viertel (Jewish, Christian, Muslim, Armenian). Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen hier so nah beieinander, dass man sie zu Fuß erreichen kann. Die Western Wall, die Church of the Holy Sepulchre, der Dome of the Rock und der Temple Mount befinden sich alle hier – man kann sich kaum auf das emotionale Gewicht vorbereiten, das diese Orte mit sich bringen. Außerhalb der Mauern liegen das Israel Museum, Yad Vashem und der Mahane Yehuda Market in West Jerusalem. Für jeden dieser Orte sollte man einen halben Tag einplanen.

Jerusalem belohnt Reisende, die neugierig sind, Respekt zeigen und sich Zeit lassen. Es ist keine Stadt für den Strandurlaub oder das wilde Nachtleben. Diese Stadt verlangt Aufmerksamkeit. Das Essen ist fantastisch, vom Schawarma im Muslim Quarter bis zur Kubbeh-Suppe auf dem Mahane Yehuda. Das Licht ist nirgendwo sonst so speziell wie hier, besonders zur Goldenen Stunde, wenn die Kalksteinmauern in warmem Gelb leuchten. Drei volle Tage sind das absolute Minimum, um die wichtigsten Orte ohne Stress zu sehen. Eine Woche wäre aber auch nicht zu lang.

Die Stadt eignet sich am besten für Leute, die Tiefe statt Masse suchen. Wer sich für Geschichte, Religion, Archäologie interessiert oder einfach nur einen Ort verstehen will, über den die Welt ständig streitet, wird in Jerusalem mehr finden, als er erwartet hat.

Diese Highlights in Jerusalem

  • Western Wall
  • Church of the Holy Sepulchre
  • Temple Mount & Dome of the Rock
  • Israel Museum & Shrine of the Book
  • Tower of David Museum
  • Yad Vashem
🏛️ Must-See ⭐ Sehenswürdigkeiten 💎 Geheimtipps 🎨 Museen 🌳 Parks & Aussicht

🏛️ Must-See Sehenswürdigkeiten in Jerusalem

Diese ikonischen Wahrzeichen sollte jeder Besucher in Jerusalem gesehen haben.

Church of the Holy Sepulchre

1. Church of the Holy Sepulchre

Sechs verschiedene christliche Glaubensrichtungen teilen sich diese Kirche und streiten seit Jahrhunderten darüber, wer welche Ecke kontrolliert. Genau diese Spannung macht den Ort so faszinierend. Die Church of the Holy Sepulchre steht dort, wo Jesus nach christlicher Tradition gekreuzigt, begraben und wiederauferstanden ist. Das heutige Gebäude stammt größtenteils aus der Zeit der Kreuzfahrer um 1149, Teile gehen aber bis ins 4. Jahrhundert zurück. Der Eintritt ist frei. Im oberen Stockwerk liegt Golgatha, wo ein hinter Glas eingefasstes Stück Fels die Stelle der Kreuzigung markiert. Unten befindet sich die Ädikula, die das leere Grab Jesu beherbergt. Am Salbungsstein nahe dem Eingang knien Pilger nieder und berühren das Gestein. Die Kirche ist eng, dunkel und voller Menschen. Das hier geht einem näher als jede Kathedrale, in der man je war. Im Gegensatz zur weiten Western Wall Plaza, die nur zehn Minuten Fußweg entfernt liegt, ist hier alles dicht gedrängt und verschachtelt. Dies ist der wichtigste christliche Wallfahrtsort der Welt und ein Muss für jeden Jerusalem-Besuch. Man sollte sich nur auf Enge, Weihrauchqualm und den Klang von sechs gleichzeitig stattfindenden Liturgien einstellen.

Öffnungszeiten Täglich: 5:00 – 20:00
Eintritt Free
Website Wikipedia
Insider-TippMan sollte pünktlich um 5:00 Uhr da sein, wenn die Türen öffnen. Die Franziskanermönche ziehen im Morgengrauen durch die leere Kirche, und für etwa 30 Minuten hat man die Ädikula fast für sich allein.
Dome of the Rock

2. Dome of the Rock

Der Dome of the Rock wurde 691 n. Chr. erbaut und ist das älteste monumentale islamische Bauwerk, das noch in seiner ursprünglichen Form steht. Seine vergoldete Kuppel und die blau gefliesten achteckigen Wände dominieren die Skyline Jerusalems aus fast jedem Blickwinkel. Das Gebäude steht über dem Foundation Stone, der im Judentum und Islam als heilig gilt: Juden glauben, dass hier die Schöpfung begann; Muslime sehen darin den Ort, von dem aus Mohammed in den Himmel aufstieg. Man kann sich den Bau aus der Nähe ansehen, wenn man den Temple Mount über das Mughrabi Gate betritt (Sonntag bis Donnerstag, etwa 7:30 bis 10:30 Uhr). Nicht-Muslime dürfen das Gebäude jedoch nicht betreten. Das ist schade, aber selbst von außen sind die Kachelarbeiten und Proportionen außergewöhnlich. Die Kuppel war ursprünglich mit Blei bedeckt und wurde 1994 mit Geldern des jordanischen Königs Hussein mit echtem Blattgold überzogen. Wenn man auf der weiten Steinplattform um den Bau herumläuft, während im Osten der Mount of Olives aufragt, spürt man die Geschichte Jerusalems mit voller Wucht. Wer nur ein Gebäude in Jerusalem besucht, wird dieses Bild am längsten im Kopf behalten. Der Zugang zum Gelände ist kostenlos.

Öffnungszeiten So–Do: 7:30 – 10:30
Eintritt Free
Website Wikipedia
Insider-TippDer beste Fotowinkel bietet sich vom Aussichtspunkt am Mount of Olives an, besonders am frühen Morgen, wenn die goldene Kuppel das erste Licht vor den Mauern der Old City einfängt.
Israel Museum

3. Israel Museum

Das Israel Museum beherbergt etwa 500.000 Objekte und ist damit das größte Museum im Nahen Osten. Es wurde 1965 auf dem Givat Ram eröffnet, etwa 3 Kilometer westlich der Old City. Die Sammlung umfasst Archäologie, Kunst, jüdische Ethnografie und vieles mehr. Auch die Dead Sea Scrolls sind hier im Shrine of the Book untergebracht, aber der Rest der Sammlung verdient genauso viel Aufmerksamkeit. Der Eintritt kostet 50 ILS und beinhaltet den Shrine of the Book. Allein für die Archäologie-Abteilung kann man einen halben Tag einplanen. Hier sieht man Fundstücke aus 5.000 Jahren Zivilisationsgeschichte dieser Region. Der Skulpturengarten von Isamu Noguchi im Außenbereich bietet eine gute Pause zwischen den Galerien. Außerdem gibt es ein Modell im Maßstab 1:50, das Jerusalem im Jahr 66 n. Chr. zeigt, kurz vor der Zerstörung durch die Römer. Es ist extrem detailliert und hilft dabei, die Old City besser zu verstehen. Planen Sie den Besuch genau ein, da die Öffnungszeiten begrenzt sind. Für alle, die sich für die antike Welt interessieren, gehört das Museum zum Standardprogramm.

Öffnungszeiten Mo: 10:00 – 16:00 | Di: 16:00 – 20:00 | Mi: Geschlossen | Do: 10:00 – 16:00 | Fr: 10:00 – 14:00 | Sa: 10:00 – 16:00 | So: Geschlossen
Eintritt 50 ILS
Website www.imj.org.il/
Insider-TippDienstagabend (16:00 – 20:00 Uhr) ist am wenigsten los. Das Museum ist dann fast leer, während der Shrine of the Book voll zugänglich bleibt.
Temple Mount

4. Temple Mount

Der Temple Mount ist das politisch und religiös umstrittenste Stück Land der Erde. Das Plateau umfasst etwa 144 Dunam (rund 35 Hektar) in der südöstlichen Ecke der Old City. Für Juden standen hier der Erste und der Zweite Tempel. Für Muslime ist es al-Haram ash-Sharif, das drittheiligste Heiligtum im Islam. Das Gelände wird vom jordanischen Waqf verwaltet, aber die israelische Sicherheit kontrolliert den Zugang. Nicht-muslimische Besucher können den Bereich nur über das Mughrabi Gate nahe der Western Wall betreten, und zwar nur von Sonntag bis Donnerstag zwischen etwa 7:30 und 10:30 Uhr. Diese Zeiten können sich ohne Vorwarnung ändern, und das Tor bleibt an jüdischen oder muslimischen Feiertagen geschlossen. Der Eintritt ist frei. Der Dome of the Rock und die Al-Aqsa-Moschee dürfen von Nicht-Muslimen nicht betreten werden, aber man kann über das offene Gelände spazieren. Der Dome of the Rock in der Mitte ist das bekannteste Motiv Jerusalems. Große Taschen sollten im Hotel bleiben. Den Reisepass nicht vergessen. Keine religiösen Gegenstände oder Flaggen mitführen und konservativ kleiden. Die Regeln sind streng und werden genau kontrolliert.

Öffnungszeiten Rund um die Uhr geöffnet
Eintritt Free
Website Wikipedia
Insider-TippStellen Sie sich spätestens um 7:00 Uhr am Mughrabi Gate an. Das Zeitfenster ist kurz, und an vollen Tagen wird die Besucherzahl begrenzt. Wer abgewiesen wird, sollte es am nächsten Morgen direkt wieder versuchen.
Tower of David Museum

5. Tower of David Museum

Der Tower of David ist eigentlich kein Turm und hat auch nichts mit König David zu tun. Es ist eine Zitadelle am Jaffa Gate, die von Herodes dem Großen über die Kreuzfahrer bis hin zu den Osmanen immer wieder umgebaut wurde. Die Festung liegt an einem der höchsten Punkte der Old City. Das Museum darin führt durch 4.000 Jahre Stadtgeschichte, wobei die archäologischen Überreste oft direkt Teil des Gebäudes sind. Der Eintritt kostet 30 ILS. Nach einer Renovierung ist das Museum nun sehr modern und arbeitet viel mit Multimedia. Man wandert durch Räume, in denen Steine aus der herodianischen Zeit neben Kreuzfahrerbögen und osmanischen Mauern stehen. Vom Dach aus hat man einen Panoramablick über die Old City und West Jerusalem. An klaren Tagen reicht die Sicht bis zum Mount of Olives. Es ist ein guter Ruhepol nach dem Trubel der Church of the Holy Sepulchre, die nur einen kurzen Spaziergang entfernt liegt. Man sollte etwa 90 Minuten für den Besuch einplanen.

Öffnungszeiten So–Do: 9:00 – 17:00 | Fr–Sa: Geschlossen
Eintritt 30 ILS
Website www.tod.org.il/
Insider-TippDie Lichtshow bei Nacht, die auf die Mauern der Zitadelle projiziert wird, findet an ausgewählten Abenden statt und kostet extra. Sie ist wirklich gut gemacht. Tickets sollte man vorab online buchen, da sie oft ausverkauft sind.
Western Wall

6. Western Wall

Die Western Wall ist eine 2.000 Jahre alte Stützmauer aus Kalkstein aus der Zeit des Zweiten Tempels und der heiligste Ort, an dem Juden beten können. Jährlich kommen etwa 10 Millionen Menschen hierher. Der Platz davor ist in einen Männer- und einen Frauenbereich unterteilt. Man sieht Menschen aus aller Welt, die ihre Stirn gegen die alten Steine drücken oder Gebetszettel in die Ritzen stecken. Der Ort ist jeden Tag 24 Stunden geöffnet, der Eintritt ist frei. Unabhängig vom eigenen Glauben sollte man diesen Ort gesehen haben. Überraschend ist, wie ruhig es spät in der Nacht wird. Tagsüber herrscht hier reger Betrieb durch Bar-Mitzwa-Feiern, Vereidigungen von Soldaten und Reisegruppen. Nach Mitternacht teilt man sich die Mauer oft nur mit einer Handvoll Menschen. Dieser Kontrast ist eine eigene Erfahrung wert. Da die Mauer am Fuße des Temple Mount liegt, steht man quasi unterhalb des Dome of the Rock, was der Atmosphäre noch mehr Gewicht verleiht. Kleidung sollte Schultern und Knie bedecken. Männer brauchen eine Kopfbedeckung; einfache Kippot aus Papier liegen am Eingang bereit.

Öffnungszeiten Rund um die Uhr geöffnet
Eintritt Free
Insider-TippBesuchen Sie den Ort zwischen Mitternacht und 5:00 Uhr morgens, dann ist der Platz fast leer. Die Stimmung ändert sich komplett, und man kann ohne Drängeln so lange an den Steinen bleiben, wie man möchte.
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💎 Geheimtipps in Jerusalem - Abseits der Touristenpfade

Abseits der Touristenmassen verbirgt Jerusalem bemerkenswerte Schätze.

Greek Orthodox Church of St. John the Baptist

1. Greek Orthodox Church of St. John the Baptist

Hinter einem kleinen Tor an der Christian Quarter Road, zwischen all den Souvenirläden, liegt diese griechisch-orthodoxe Kirche. Man läuft leicht daran vorbei, was ein Fehler wäre. Teile des Gebäudes stammen aus dem 4. bis 6. Jahrhundert, was sie zu einer der ältesten Kirchen in der Old City macht. Zur Zeit der Kreuzfahrer nutzten die Johanniter diese Kirche als Basis. Die Hauptattraktion ist die Krypta unter dem Boden. Man steigt eine schmale Treppe hinunter zu Überresten, die bis in die Römerzeit zurückgehen könnten. Oben findet man eine beeindruckende Ikonostase und eine Reliquie, die ein Teil des Schädels von Johannes dem Täufer sein soll. Im ruhigen Innenhof steht ein Zitronenbaum neben einer alten Zisterne mit griechischer Inschrift – hier hat man seine Ruhe vor den Touristenmassen. Die Kirche liegt nur wenige Schritte von der Church of the Holy Sepulchre entfernt, ist aber fast nie überlaufen.

Öffnungszeiten Mo–Sa: 8:00 – 12:00, 14:30 – 17:00
Eintritt Free
Insider-TippBitten Sie den Wärter, Sie in die Krypta zu lassen. Sie ist nicht immer automatisch offen, aber meistens schließt man sie gerne auf, wenn man echtes Interesse zeigt.
Little Western Wall

2. Little Western Wall

Die meisten Besucher Jerusalems finden diesen Ort nie. Die Little Western Wall (HaKotel HaKatan) ist ein kleiner freiliegender Abschnitt derselben Stützmauer wie die berühmte Western Wall. Sie liegt 175 Meter nördlich des Hauptplatzes, tief im Muslim Quarter. Rein technisch gesehen liegt sie näher an der vermuteten Stelle des Allerheiligsten als die große Mauer. Um dorthin zu gelangen, läuft man vom Hauptplatz aus nach Norden durch die Gassen des Muslim Quarter bis zum Iron Gate (Bab al-Hadid). Der Mauerabschnitt liegt versteckt in einem schmalen Durchgang zwischen Wohnhäusern. Er ist winzig, vielleicht zehn Meter breit und meistens menschenleer. Keine Sicherheitskontrollen, kein Gedränge, keine Reisegruppen. Nur alte herdische Steine und Stille. Ein echter Geheimtipp und ein Ort für einen Moment der Ruhe. Wer wissen will, was die meisten Touristen verpassen, ist hier richtig.

Öffnungszeiten Rund um die Uhr geöffnet
Eintritt Free
Website Wikipedia
Insider-TippVom Western Wall Plaza aus gehen Sie nach Norden ins Muslim Quarter. Folgen Sie den Schildern zum Bab al-Hadid (Iron Gate). Die Mauer liegt in der engen Gasse direkt vor dem Tor. Wenn Sie die Via Dolorosa erreichen, sind Sie schon zu weit gelaufen.
Mea Shearim

3. Mea Shearim

Mea Shearim ist eines der ältesten jüdischen Viertel außerhalb der Stadtmauern, erbaut 1874. Hier leben ultraorthodoxe (Haredi) Gemeinschaften. Wer hier durchläuft, fühlt sich wie im Osteuropa des 19. Jahrhunderts. Männer tragen lange schwarze Mäntel und Pelzhüte (Schtreimel), Frauen kleiden sich sehr konservativ mit Kopfbedeckung. Jiddisch hört man hier genauso oft wie Hebräisch. Schilder an den Eingängen bitten Besucher darum, sich respektvoll zu kleiden und die Lebensweise der Gemeinschaft zu achten. Das sollte man ernst nehmen. Das Viertel liegt zehn Minuten nördlich des Damascus Gate. Die Architektur besteht aus altem Jerusalemer Stein mit Eisenbalkonen und schmalen Höfen. Es gibt hier keine auf Touristen ausgerichteten Restaurants. Es ist kein Ort, der Besucher sucht, und genau diese Ehrlichkeit macht ihn sehenswert. Am Schabbat (Freitagabend bis Samstagabend) und an Feiertagen sollte man das Viertel komplett meiden. Fotografieren Sie keine Menschen ohne Erlaubnis.

Öffnungszeiten Rund um die Uhr geöffnet
Eintritt Free
Website Wikipedia
Insider-TippBesuchen Sie das Viertel an einem Wochentag vormittags, wenn die Läden offen sind und auf den Straßen viel los ist. Tragen Sie lange Ärmel und lange Hosen oder Röcke – kurze Hosen sind hier tabu.
Nachlaot

4. Nachlaot

Nachlaot ist eine Ansammlung alter Viertel zwischen Agrippas Street und Bezalel Street im Zentrum Jerusalems. Hier leben etwa 12.000 Menschen in ehemaligen Hofgemeinschaften, die Ende des 19. Jahrhunderts von verschiedenen jüdischen Gruppen gegründet wurden. Jede Gruppe baute ihren eigenen kleinen Bereich, was man heute noch an den unterschiedlichen Baustilen sieht. Die Gassen sind so schmal, dass kaum zwei Leute aneinander vorbeikommen. Bougainvillea rankt über Steinmauern, Katzen schlafen auf Fenstersimsen und an jeder Ecke tauchen kleine Synagogen auf. Es gibt hier kein Museum und keine klassischen Attraktionen – das ganze Viertel ist die Attraktion. Es liegt nur fünf Minuten vom Mahane Yehuda Market entfernt. Man kann sich erst auf dem Markt stärken und dann in den Gassen von Nachlaot spazieren gehen. Es ist einer der Geheimtipps der Stadt, weil es zeigt, wie das tägliche Leben aussah, bevor Hochhäuser das Stadtbild prägten.

Öffnungszeiten Rund um die Uhr geöffnet
Eintritt Free
Website N/A
Insider-TippGehen Sie von der Agrippas Street aus ins Viertel und laufen Sie einfach los. Es gibt keine Karte, die diese Gassen wirklich genau wiedergibt. Sich ein bisschen zu verirren, ist hier genau der Sinn der Sache.
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🎨 Die besten Museen & Galerien in Jerusalem

Erstklassige Museen und Galerien, die Jerusalem zu einem kulturellen Highlight machen.

Bible Lands Museum

1. Bible Lands Museum

Das Bible Lands Museum liegt direkt neben dem Israel Museum und konzentriert sich auf die Zivilisationen des alten Nahen Ostens: Ägypten, Mesopotamien, Persien und Kanaan. Die Sammlung wurde von Elie Borowski zusammengetragen, einem Gelehrten, der Jahrzehnte mit dem Sammeln verbrachte. Das Museum beantwortet die Frage: Was passierte eigentlich in Ägypten, Babylon und Persien, während sich die Ereignisse der Bibel abspielten? Die Exponate führen chronologisch durch 6.000 Jahre Regionalgeschichte anhand von Keramik, Siegeln, Schmuck und Tontafeln. Die Sammlung ist überschaubarer und ruhiger als im Israel Museum nebenan. Man kann alles in etwa 90 Minuten sehen, ohne sich abzuhetzen. Für alle, die den historischen Kontext der biblischen Welt ohne große Menschenmassen suchen, ist das hier der richtige Ort.

Öffnungszeiten Mo–Di: 10:00 – 17:00 | Mi: 10:00 – 21:00 | Do: 10:00 – 17:00 | Fr–Sa: 10:00 – 14:00 | So: 10:00 – 17:00
Eintritt 44 ILS
Website www.blmj.org/
Insider-TippMittwochabende (geöffnet bis 21:00 Uhr) sind die ruhigste Zeit. Oft finden dann auch spezielle Vorträge oder Veranstaltungen statt.
Bloomfield Science Museum

2. Bloomfield Science Museum

Das Bloomfield Science Museum liegt auf dem Museumscampus am Givat Ram. Es richtet sich vor allem an Familien und Schulgruppen. Die interaktiven Ausstellungen zu Physik, Biologie und Technik laden zum Anfassen und Experimentieren ein. Hier ist alles „hands-on“, was es zu einer guten Option macht, wenn man mit Kindern reist, die genug von archäologischen Ruinen und religiösen Stätten haben. Die Ausstellungen wechseln regelmäßig. Die ständige Sammlung versucht, Wissenschaft mit dem Alltag zu verknüpfen. Es ist kein riesiges Museum, aber gut gestaltet und beschäftigt Kinder für ein paar Stunden. Wenn man sowieso das Israel Museum nebenan besucht, bietet sich ein Abstecher für die Kinder an. Es ist etwa 20 Minuten mit dem Bus von der Old City entfernt.

Öffnungszeiten Mo–Do: 10:00 – 18:00 | Fr: Geschlossen | Sa: 10:00 – 16:00 | So: Geschlossen
Eintritt 45 ILS
Website mada.org.il/
Jerusalem Archaeological Park

3. Jerusalem Archaeological Park

Der Jerusalem Archaeological Park (auch Davidson Center genannt) liegt am südlichen Fuß des Temple Mount. Das Gelände zeigt Funde von der Bronzezeit vor 5.000 Jahren bis zur osmanischen Zeit. Das Highlight sind die Überreste aus der Zeit des Zweiten Tempels: die massive Treppe, die Pilger zum Tempel hochstiegen, herabgestürzte Steine der römischen Zerstörung im Jahr 70 n. Chr. und ein Stück der originalen herodianischen Straße. Auf diesen alten Stufen zu stehen und zum Temple Mount hochzublicken, ist einer der beeindruckendsten Momente in Jerusalem. Man läuft auf den Steinen, die schon vor 2.000 Jahren genutzt wurden. Das Museum im Davidson Center zeigt VR-Rekonstruktionen des Zweiten Tempels und Fundstücke der Ausgrabungen. Es hilft dabei zu verstehen, wovon die Western Wall eigentlich ein Teil war. Die meisten Touristen lassen diesen Ort links liegen, weil sie gar nicht wissen, dass er da ist.

Öffnungszeiten So–Do: 8:00 – 17:00 | Fr: 8:00 – 14:00
Eintritt Free
Standort 31.7753, 35.235
Insider-TippGehen Sie über das Dung Gate hinein und nicht vom Jewish Quarter aus. Die südliche Treppe ist dann das Erste, was man sieht, und die Wirkung ist sofort da.
Shrine of the Book

4. Shrine of the Book

Der Shrine of the Book ist der Flügel des Israel Museums, in dem die Dead Sea Scrolls aufbewahrt werden – die ältesten bekannten Bibelhandschriften. Das Gebäude selbst ist architektonisch markant: Eine weiße Kuppel in Form der Deckel der Tonkrüge, in denen die Rollen gefunden wurden, steht vor einer schwarzen Basaltwand. Innen zeigt ein runder Raum eine Nachbildung der großen Jesaja-Rolle, während Originalfragmente in klimatisierten Vitrinen liegen. Diese Texte sind über 2.000 Jahre alt. Auch der Codex von Aleppo, das älteste fast vollständige Manuskript der hebräischen Bibel, wird hier aufbewahrt. Die Ausstellung ist kompakt, man kann alles in 30 bis 45 Minuten sehen. Der unterirdische Gang zum Hauptraum erzählt die Geschichte der Entdeckung in den Höhlen von Qumran im Jahr 1947. Der Eintritt ist im Ticket des Israel Museums enthalten.

Öffnungszeiten Mo: 10:00 – 16:00 | Di: 16:00 – 20:00 | Mi: Geschlossen | Do: 10:00 – 16:00 | Fr: 10:00 – 14:00 | Sa: 10:00 – 16:00 | So: Geschlossen
Eintritt 50 ILS (incl. Israel Museum)
Website www.imj.org.il/
Insider-TippGehen Sie zuerst zum Shrine, wenn Sie im Israel Museum ankommen. Reisegruppen steuern meist zuerst die Archäologie-Abteilung an, sodass es im Shrine in der ersten Stunde noch relativ leer ist.
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🌳 Parks & Aussichtspunkte in Jerusalem

Schöne Parks, Gärten und Panorama-Aussichtspunkte in Jerusalem.

Gazelle Valley

1. Gazelle Valley

Das Gazelle Valley ist ein städtischer Naturpark im Süden Jerusalems. Er wurde 2015 eröffnet, nachdem Bürger den Erhalt des Geländes gegen Baupläne durchgesetzt hatten. Hier leben etwa 83 Berggazellen (Stand 2023), dazu viele Vögel, Reptilien und kleine Säugetiere. Ein kleiner See, Wanderwege und ein Besucherzentrum gehören zum Park. Der Eintritt ist frei. Die Gazellen sind zwar wild, aber an Menschen gewöhnt; meistens sieht man sie am frühen Morgen oder spätnachmittag auf den Wiesen grasen. Es wirkt fast surreal: wilde Tiere mitten in einer Millionenstadt, umgeben von Wohnblöcken und viel befahrenen Straßen. Es ist der größte städtische Naturpark in Israel. Wer eine Pause von der Intensität der Stadt braucht, findet hier Ruhe und Natur ohne Ruinen oder religiöse Debatten.

Öffnungszeiten Täglich: 6:00 – 20:00
Eintritt Free
Standort 31.75944, 35.195
Insider-TippBesuchen Sie den Park zwischen 6:00 und 8:00 Uhr morgens. Dann sind die Tiere am aktivsten und der Park ist fast leer. Ein Fernglas ist hilfreich, falls man eines dabei hat.
Jerusalem Botanical Gardens

2. Jerusalem Botanical Gardens

Der von der Hebräischen Universität betriebene Botanische Garten ist der größte in Israel und beherbergt die umfangreichste Pflanzensammlung im Nahen Osten. Das Gelände ist nach Kontinenten unterteilt. Man spaziert vom Mittelmeerraum direkt in eine nordamerikanische Zone, weiter zu afrikanischen Pflanzen und so weiter. Er liegt direkt am Givat Ram Campus neben dem Israel Museum. Das Gelände ist hügelig und die Wege führen durch angelegte Täler und Terrassen. Es ist sehr ruhig hier und man trifft kaum Touristen; die meisten Besucher sind Studenten, Jogger oder lokale Familien. Nach stundenlanger Geschichte im Israel Museum kann man hier gut den Kopf frei bekommen. Es ist eine Chance, einfach mal unter einem Baum zu sitzen und nicht über 4.000 Jahre Geschichte nachzudenken.

Öffnungszeiten Mo–Do: 9:00 – 17:00 | Fr: 9:00 – 15:00 | Sa–So: 9:00 – 17:00
Eintritt Free
Insider-TippDas Tropenhaus ist einen Abstecher wert, falls es offen ist. Man übersieht es leicht am Südeingang, aber es beherbergt Pflanzen, die man sonst nirgendwo in der Region sieht.
Liberty Bell Park

3. Liberty Bell Park

Der Liberty Bell Park ist Jerusalems größter Stadtpark und liegt zwischen den Vierteln Talbieh, German Colony und Yemin Moshe. Seinen Namen hat er von einer Nachbildung der Liberty Bell aus Philadelphia nahe dem Eingang. Der Park bietet weite Rasenflächen, Spielplätze, eine Rollschuhbahn und schattige Wege unter Pinien und Zypressen. Der östliche Rand grenzt an das Viertel Yemin Moshe mit seiner berühmten Windmühle und dem Blick auf die Mauern der Old City. Besonders am Freitag vor Schabbat kommen viele Familien hierher. Nach Einbruch der Dunkelheit, vor allem im Sommer, ist der Park ein beliebter Ort zum Joggen oder Spazierengehen. Es ist eine der wenigen großen Grünflächen, die man sowohl von der Old City als auch vom modernen Zentrum aus gut zu Fuß erreichen kann.

Öffnungszeiten Rund um die Uhr geöffnet
Eintritt Free
Insider-TippGehen Sie vom östlichen Rand des Parks rüber nach Yemin Moshe. Dort hat man einen der besten Ausblicke auf die Mauern der Old City und den Dome of the Rock – ganz ohne Eintritt und Menschenmassen.
Monastery of the Cross

4. Monastery of the Cross

Das Monastery of the Cross sieht aus wie eine kleine Festung, die mitten in ein Tal zwischen Wohnblöcken gesetzt wurde. Es wurde im 11. Jahrhundert auf den Fundamenten eines byzantinischen Baus errichtet. Die christliche Tradition besagt, dass hier der Baum wuchs, aus dem das Kreuz für Jesus gefertigt wurde. Das Kloster ist eines der wenigen mittelalterlichen Gebäude in Jerusalem, die fast vollständig erhalten geblieben sind. Im Inneren findet man jahrhundertealte Fresken, eine kleine Kirche mit Steinsäulen und einen ruhigen Innenhof. Meistens ist man hier der einzige Besucher. Der Kontrast zur überfüllten Old City ist gewaltig. Es liegt nur zehn Gehminuten vom Israel Museum entfernt in einem parkähnlichen Tal mit alten Olivenbäumen. Der Eintritt ist frei.

Öffnungszeiten Mo–Di: 10:00 – 16:00 | Mi: Geschlossen | Do: 10:00 – 16:00 | Fr: Geschlossen | Sa: 10:00 – 16:00 | So: Geschlossen
Eintritt Free
Website Wikipedia
Standort 31.7721, 35.208
Insider-TippKombinieren Sie den Besuch mit dem Israel Museum und dem Botanischen Garten. Das Kloster ist der am wenigsten besuchte der drei Orte und ein friedlicher Zwischenstopp auf dieser Runde.
Sataf

5. Sataf

Sataf ist ein antikes Landwirtschaftsareal etwa 10 Kilometer westlich des Zentrums in den Judean Hills. Hier werden traditionelle Anbaumethoden bewahrt, die tausende Jahre zurückreichen, inklusive restaurierter Steinterrassen und zweier natürlicher Quellen (Ein Sataf und Ein Bikura). Fünf Wanderwege in verschiedenen Schwierigkeitsgraden führen durch das Gelände. Hierher flüchten die Jerusalemer am Samstag aus der Stadt. Die Wege führen durch Pinienwälder, Obstgärten und wilde Kräuterbeete. Im Frühling blühen hier unzählige Wildblumen. Es fühlt sich hier überhaupt nicht nach Tempeln und heiligen Stätten an – es gibt nur ruhige Hügel, Vogelgezwitscher und den Duft von wildem Thymian. Man sollte Wasser und Sonnenschutz mitnehmen, da der Schatten auf manchen Wegen rar ist. Am besten nimmt man ein Auto oder Taxi, da die öffentlichen Verkehrsmittel dorthin begrenzt sind.

Öffnungszeiten Rund um die Uhr geöffnet
Eintritt Free
Standort 31.7691, 35.1273
Insider-TippWeg 1 (die kurze Runde an der Quelle Ein Sataf vorbei) ist am einfachsten und zeigt in etwa 40 Minuten das Beste der Anlage. Parken Sie am oberen Parkplatz.
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