1. Cathedral of Saint Tryphon
Die Cathedral of Saint Tryphon ist das älteste Gebäude in Kotor. Seit 809 steht hier eine Kirche, der heutige romanische Bau stammt von 1166. Erdbeben in den Jahren 1537, 1563, 1667 und 1979 haben sie immer wieder beschädigt, aber sie wurde jedes Mal neu aufgebaut. Die beiden Glockentürme an der Fassade sind nicht einmal gleich hoch: Der nördliche misst 33 Meter, der südliche 35. Diese Unvollkommenheit passt zur hartnäckigen Geschichte der Kathedrale. Wer hineingeht, sollte nach oben schauen. Griechische Freskenmaler gestalteten das Innere im Jahr 1331; dieselben Künstler bemalten später das Kloster Dečani in Serbien. Die Kathedrale ist 35 Meter lang und 17 Meter breit. Sie wurde als dreischiffige Basilika gebaut, ihre Kuppel wurde nach den wiederholten Erdbebenschäden schließlich entfernt. Für die Restaurierung gab es 2002 den Europa-Nostra-Preis. In einer Seitenkapelle liegen die Reliquien des Heiligen Tryphon, dem Schutzpatron der Stadt. Eigentlich gibt es die Kathedrale nur wegen ihnen: Ein lokaler Adliger kaufte sie im 9. Jahrhundert venezianischen Händlern ab. Der Eintritt kostet 3 EUR. Da sie nur wenige Schritte vom Waffenplatz entfernt liegt, gehört sie für fast jeden Besucher zum Standardprogramm. Der Raum ist klein, 15 Minuten reichen für einen Rundgang.