1. Chhatrapati Shivaji Terminus
Die meisten Einheimischen nennen ihn immer noch VT. Der Bau dieses Bahnhofs dauerte zehn Jahre und wurde 1888 abgeschlossen. Er gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe, ist aber auch ein ganz normaler Bahnhof, an dem täglich Millionen Pendler abgefertigt werden. Die viktorianische Gotik-Fassade von Frederick William Stevens steckt voller Türme, Spitzbögen und Steinschnitzereien, die von Studenten der Bombay School of Art angefertigt wurden. Nach dem Taj Mahal ist es angeblich das meistfotografierte Gebäude Indiens. Man braucht kein Ticket, um die Architektur von außen zu bewundern – und das ist ehrlich gesagt auch das Beste. Die Fassade ist für einen Bahnhof fast schon absurd detailliert. Stell dich am besten auf die Verkehrsinsel bei der Kreuzung am Crawford Market, um den vollen Blick zu haben. Drinnen herrscht funktionales Chaos: Pendler rennen, Durchsagen hallen wider, eine organisierte Unordnung, die Mumbais Alltag bestimmt. CST muss man gesehen haben, weil er die gespaltene Persönlichkeit der Stadt perfekt zeigt: kolonialer Prunk trifft auf den harten Arbeitsalltag. Das Gebäude liegt ganz im Süden, nur einen kurzen Spaziergang vom Crawford Market und dem Viertel Kala Ghoda entfernt. Komm am besten in der Dämmerung, wenn alles beleuchtet ist.