1. Alcatraz Island
Alcatraz liegt 1,25 Meilen vor der Küste in der Bucht von San Francisco. Die Fähre von Pier 33 braucht etwa 15 Minuten. Die Insel war von 1934 bis 1963 ein Bundesgefängnis und beherbergte Insassen wie Al Capone und den „Birdman“ Robert Stroud. Starke Strömungen und eiskaltes Wasser machten die Flucht fast unmöglich, was dem Gefängnis seinen furchteinflößenden Ruf einbrachte. Heute kommen jährlich fast 1,4 Millionen Menschen. Die Audiotour durch das Zellenhaus gehört zum Besten, was man an Selbstführungen finden kann. Die Insel ist mehr als nur ein Knast. Vor der Gefängniszeit war sie Militärfestung und Standort eines Leuchtturms. Der Leuchtturm von 1854 ist der älteste in Betrieb befindliche an der Westküste. Nach der Schließung des Gefängnisses besetzten indianische Aktivisten ab 1969 für 19 Monate die Insel. Ihre Graffiti am Wasserturm und an mehreren Gebäuden sieht man heute noch. Die Gärten, die vor Jahrzehnten von den Familien der Wärter angelegt wurden, sind restauriert und blühen das ganze Jahr über. Wer mehr als nur das Zellenhaus sehen will, braucht zwei bis drei Stunden. Alcatraz ist einer der Orte in San Francisco, die den Hype wirklich wert sind. Das Schwierigste ist, an Tickets zu kommen. Alcatraz City Cruises betreibt die Fähren, und im Sommer sind die Touren Tage oder Wochen im Voraus ausverkauft. Abendtouren finden an ausgewählten Tagen statt und sind den Aufpreis wert. Wenn man in San Francisco unterwegs ist, sollte man Alcatraz nicht auslassen.