1. Goa Gajah
Goa Gajah, die Elefantenhöhle, ist eine archäologische Stätte aus dem 9. Jahrhundert, etwa 6 Kilometer südöstlich vom Zentrum Ubuds beim Dorf Bedulu. Der Name führt in die Irre: Es gibt keine Elefanten und gab wahrscheinlich auch nie welche. Der kunstvoll behauene Eingang – ein weit aufgerissener Mund, umgeben von Dämonen und mythologischen Figuren – führt in eine flache, T-förmige Höhle, die vermutlich zur Meditation genutzt wurde. Im Inneren befinden sich Stein-Lingam und Yoni, hinduistische Symbole und eine Ganesha-Statue. Die Höhle ist nur etwa 13 Meter tief, der Besuch ist also kurz, bleibt aber im Gedächtnis. Vor der Höhle liegen sechs steinerne Badebecken mit Springbrunnen, die 1954 ausgegraben wurden, nachdem sie jahrhundertelang verschüttet waren. Auf dem Gelände gibt es einen kleinen Dschungelpfad, alte buddhistische Felsreliefs und einen Bach. Der Eintritt kostet 50.000 IDR und die Anlage ist täglich von 8:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Man benötigt einen Sarong, den man am Eingang ausleihen kann. Goa Gajah gehört zu den Orten in Ubud, bei denen es sich lohnt, genau hinzuschauen. Allein die Fassade rechtfertigt den kurzen Umweg. Es ist viel weniger los als bei Tirta Empul oder im Monkey Forest. Die Kombination aus hinduistischen und buddhistischen Elementen auf so kleinem Raum ist selbst für balinesische Verhältnisse ungewöhnlich.