1. POLIN Museum
Das POLIN erzählt die 1.000-jährige Geschichte jüdischen Lebens in Polen, angefangen bei den ersten Händlern um 960 n. Chr. bis heute. Der Name kommt vom hebräischen Wort für Polen. Im Gegensatz zu Holocaust-Museen in Jerusalem oder Washington steht hier nicht nur die Zerstörung im Mittelpunkt. Es geht um Jahrhunderte jüdischer Kultur, Gelehrsamkeit, Alltag und Politik. Der Teil über den Holocaust ist erschütternd, steht aber in einem viel größeren Kontext. Das macht dieses Museum wirklich anders als alles, was man bisher gesehen hat. Das Gebäude des finnischen Architekten Rainer Mahlamäki wurde 2013 eröffnet. Es steht auf dem Gelände des ehemaligen Warschauer Ghettos, direkt neben dem Denkmal für die Helden des Ghettos. Die Architektur selbst fällt auf: Eine Glasfassade mit einem Inneren, das aufbricht wie ein geteiltes Meer. Man sollte mindestens 2 bis 3 Stunden für die Dauerausstellung einplanen. Sie ist dicht und man braucht Zeit zum Lesen. Geöffnet Mo und Mi bis Fr von 10:00 bis 18:00 Uhr, samstags bis 20:00 Uhr, dienstags geschlossen. In Warschau ist dieses Museum zusammen mit dem Aufstandsmuseum ein Muss. Beide erklären zusammen, was mit dieser Stadt passiert ist und warum sie heute so aussieht.