1. Jefferson Memorial
Das Jefferson Memorial steht am Südufer des Tidal Basin, direkt südlich des White House, und orientiert sich am römischen Pantheon. Der Architekt John Russell Pope entwarf es, und der Bau dauerte von 1939 bis 1943, obwohl die sechs Meter hohe Bronzestatue von Jefferson erst 1947 aufgestellt wurde. Die kreisförmige Säulenhalle und die offene Kuppel verleihen dem Gebäude eine Ruhe, die sich ganz anders anfühlt als die wuchtige Größe des Lincoln Memorial auf der anderen Seite des Wassers. Jefferson entwarf selbst die Rotunde der University of Virginia, daher ist die Architektur des Denkmals ein bewusster Rückgriff auf seinen eigenen Geschmack. Die Innenwände zeigen Auszüge aus Jeffersons Schriften, darunter Passagen aus der Unabhängigkeitserklärung und seinem Statut für Religionsfreiheit in Virginia. Das Denkmal ist 24 Stunden am Tag kostenlos zugänglich und einer der ruhigeren Orte an der National Mall. Im Gegensatz zum Lincoln Memorial, das zu jeder Tageszeit Massen anzieht, erfordert das Jefferson Memorial etwas mehr Aufwand, um es zu erreichen, was die Besucherzahlen niedrig hält. Es liegt am Rundweg um das Tidal Basin, man kann den Besuch also gut mit einem Spaziergang am Martin Luther King Jr. Memorial und den Kirschbäumen am Ufer verbinden. Besonders während der Kirschblütenzeit Ende März und Anfang April, wenn der Weg am Tidal Basin von rosa und weißen Blüten gesäumt ist, lohnt sich der Weg. Der Blick über das Wasser zurück zum Washington Monument ist das Highlight.