Qorikancha
Der Rundgang beginnt am heiligsten Ort des Inka-Reiches. Qorikancha war der Sonnentempel, dessen Innenwände einst mit 700 Goldplatten verkleidet waren, die jeweils zwei Kilogramm wogen. Die Spanier raubten 1533 jede einzelne Platte, aber was sie nicht zerstören konnten, war die Baukunst. Die Steinfundamente der Inka überstanden das katastrophale Erdbeben von 1650, während das darauf errichtete Dominikanerkloster einstürzte. Geh durch die unteren Gänge und schau dir die Fugen an: kein Mörtel, keine Lücken, der Stein ist so präzise geschnitten, dass keine Rasierklinge dazwischen passt. Die trapezförmigen Nischen in den Wänden beherbergten einst goldene Götzenbilder und Opfergaben. Der Garten im Innenhof, in dem die Inka einst zeremoniellen Mais aus Gold und Silber pflanzten, besteht heute nur noch aus einfachem Gras, aber das Ausmaß dessen, was hier verloren ging, ist in diesem Raum deutlich spürbar. Geöffnet Montag bis Samstag von 8:30 bis 17:30 Uhr, sonntags von 14:00 bis 17:00 Uhr. Besuch ihn am frühen Morgen, wenn das Sonnenlicht in die östlichen Kammern flutet und die Reisegruppen aus den Hotels noch nicht da sind.
Mehr über Qorikancha erfahren →8 Min. Fußweg bergauf





