1. Cádiz Cathedral
Die goldene Kuppel leuchtet in der Sonne und ist fast von überall in der Stadt zu sehen. Der Bau dauerte 116 Jahre, was zu einer Mischung aus barocken Kurven am Sockel und klassizistischer Strenge an der Spitze führte. Das Innere wirkt riesig und etwas feucht, dominiert von gewaltigen Steinsäulen. Das eigentliche Highlight ist jedoch der Aufstieg auf den Poniente-Turm. Statt steiler Stufen führt eine breite Rampe nach oben, die ursprünglich für Pferde gedacht war. Das macht den Weg nach oben recht entspannt.
Vom Glockenturm aus breitet sich die Stadt als Meer aus flachen weißen Dächern aus, unterbrochen von Wäscheleinen und Wachtürmen. Man kann die Küstenlinie genau verfolgen und sehen, wie der Ozean das Stadtgitter umschließt. Es ist der beste Ort, um die Geografie der Halbinsel zu verstehen. Das Ticket beinhaltet auch den Zugang zum Diözesanmuseum, wobei die schiere Größe der Kathedrale die Hauptattraktion bleibt.
Die Krypta liegt unter dem Meeresspiegel und bildet einen harten Kontrast zum luftigen Kirchenschiff darüber. Sie wurde aus Austernstein gebaut, wirkt schwer und still und beherbergt die Überreste des Komponisten Manuel de Falla. Wenn man die Wände berührt, spürt man oft die Feuchtigkeit des Atlantiks, die durch den porösen Fels dringt – eine Erinnerung daran, wie nah die Stadt am Wasser gebaut ist.