1. Funchal Cathedral
Der starke Kontrast zwischen der schlichten weißen Putzfassade und dem reichen Inneren definiert dieses Monument aus dem 15. Jahrhundert. Erbaut, als Madeira zu einer globalen Zuckermacht aufstieg, nutzt die Kathedrale lokalen Basalt für ihre Mauern und erdet sie so in der Geologie der Insel. Sie steht als funktionierendes Gotteshaus da, nicht bloß als Museumsstück, mit Glocken, die immer noch die Zeit für die umliegenden Straßen schlagen.
Man muss den Hals recken, um die geometrischen Muster und vergoldeten Knoten zu würdigen, die Jahrhunderte von Feuchtigkeit und Geschichte überdauert haben. Der Maßstab ist intim im Vergleich zu Kathedralen auf dem europäischen Festland, passend zur Größe der Siedlung, für die sie gebaut wurde.
Ein kurzer Besuch ist möglich, aber die Details im Chorgestühl und den Seitenkapellen belohnen ein langsameres Tempo. Sie liegt direkt im Fluss der Stadt, was es einfach macht, für einen Moment kühler Stille einzutreten, bevor man sich wieder dem Straßenlärm anschließt.