1. Harder Kulm
Jede Stadt braucht einen Hausberg, und für Interlaken ist das der Harder Kulm. Er liegt auf 1321 Metern direkt im Norden und schaut steil auf die beiden Seen hinab. Die Standseilbahn von Interlaken Ost braucht acht Minuten. Oben gibt es genau das Panorama, das auf jeder Postkarte ist: Thunersee links, Brienzersee rechts, und dahinter Eiger, Mönch und Jungfrau in einer Reihe.
Die Restaurantterrasse bietet die beste Aussicht, die man ohne echte Wanderung bekommen kann. Es gibt eine Hängebrücke über einen Waldabhang, die viele Besucher ignorieren, sobald sie die Hauptplattform sehen. Fehler. Gehen Sie drauf. Man steht direkt über den Baumwipfeln und sieht alles aus einer anderen Perspektive. Vormittags ist es ruhiger, und das Licht auf den Bergen ist vor 10 Uhr morgens klarer als später am Tag.
Technisch gehört der Harder zu den Emmentaler Alpen, nicht zum hohen Oberland, weshalb er weniger Schnee abbekommt und von April bis November offen bleibt. Im Sommer fährt die Bahn bis 21 Uhr. Einer der wenigen Orte, wo man den Sonnenuntergang über den Bergen sehen kann, ohne sich zu hetzen.