Piazza della Vittoria
Beginnen Sie dort, wo Brescia seine kühnste Geste gesetzt hat. Diesen Platz schnitt man zwischen 1927 und 1932 nach Marcello Piacentinis Entwurf aus dem mittelalterlichen Zentrum heraus, was bedeutete: Alte Viertel mussten weichen, um etwas bewusst Monumentales zu errichten. Herausgekommen ist strenger rosa-weißer Marmor, ein hoher Turm und Arkaden, die eher an eine Bühnenkulisse erinnern als an einen Platz. Nach dem Krieg entfernte man die offensichtlichsten faschistischen Symbole, doch die Dimensionen und die Geometrie bleiben unverkennbar. Der Platz ist rund um die Uhr geöffnet und kostenlos, kein Grund zur Eile also. Nehmen Sie sich fünf Minuten und lesen Sie ihn als das Tor, das er ist: das moderne Gesicht der Stadt, bevor Sie tausend Jahre zurücktreten. Gehen Sie zur nordöstlichen Ecke und halten Sie auf den Domplatz zu. Die Gassen verengen sich rasch, und der Stein unter den Füßen wechselt von poliertem Marmor zu abgelaufenem Kopfsteinpflaster.
3 Min. Fußweg zum nächsten Stopp









