St.-Johannes-Kathedrale (Sint-Janskathedraal)

Die Kirche füllt den Himmel, lange bevor du sie erreichst. Von der Parade aus siehst du die doppelten Strebebögen, übersät mit steinernen Figuren, 96 geschnitzte Skulpturen, die sich an die Bögen klammern, zur Hälfte mittelalterliche Handwerker und Dämonen, die bei der Restaurierung hinzukamen. Der Bau von Sint-Jan zog sich vom späten 14. bis ins frühe 16. Jahrhundert, und die geradlinige Spätgotik blieb dabei unbeirrt. Achte drinnen auf das bronzene Taufbecken von 1492, 350 Kilo schwer, und das fast 20 Meter hohe Orgelgehäuse aus dem frühen 17. Jahrhundert, das zu den schönsten Orgelfronten der Welt zählt. Der Eintritt ist frei, täglich 8:00 bis 17:00 geöffnet. Hetz nicht durch das Äußere. Geh erst eine langsame Runde außen herum und such die berühmte kleine Figur eines Mannes auf dem Dach, der zu telefonieren scheint, eine Schnitzerei aus dem 20. Jahrhundert, die jeden überrascht. Dann tritt ein. Das Licht durch das Hauptschiff ist am späten Vormittag am besten. Das ist der Höhepunkt der brabantischen Gotik, und nichts sonst im Land sieht ganz so aus.







