Tagesausflug Genua–Portofino: Zug ab 4,50 €, in 90 Min am Hafen
Portofino ist der berühmteste Küstenort der Riviera di Levante, aber er hat keinen Bahnhof. Die clevere Verbindung ab Genua ist der Regionalzug nach Santa Margherita Ligure (4,50 €, 45 Minuten) und von dort ein kurzer Bus oder die Fähre die letzte Meile. Dazu eine kostenlose, selbstgeführte Walking-Tour für die Stunden vor Ort.
Die schnelle Antwort: Genua nach Portofino
Portofino hat keinen eigenen Bahnhof, und das ist die eine Tatsache, an der jeder vernünftige Tagesausflug hängt. Die nächstgelegene Bahnstation ist Santa Margherita Ligure-Portofino, fünf Kilometer westlich. Dort nimmst du den Regionalzug ab Genova Brignole, zahlst 4,50 € pro Strecke, sitzt rund 45 Minuten im Wagen, und ab Brignole fährt er etwa alle 30 Minuten. In Santa Margherita steigst du um in Bus Linie 782 (knapp 3,50 bis 5 €, 20 bis 30 Minuten) oder in die Kurzfähre von Traghetti Portofino (9 € einfach, 16 € Rückfahrt, 15 bis 20 Minuten). Wer die Sache von Anfang an vom Wasser aus will, nimmt in Genua Porto Antico die saisonale Golfo-Paradiso-Fähre über Camogli und San Fruttuoso nach Portofino. Mit dem Auto zu fahren ist der eine Rat, den jeder, der die Küste kennt, dir nicht gibt: kaum Parkplätze, ZTL-Kameras und im Hochsommer Stau.
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Schnellste Fahrzeit | ~45 Min Zug bis S. Margherita, danach 15–30 Min Bus oder Fähre nach Portofino |
| Taktung | Regionalzug etwa alle 30 Min ab Brignole |
| Preis | 4,50 € Zug einfach, plus 3,50–5 € Bus oder 9 € Fähre; ~15–20 € für den Tag |
| Anbieter / wie | Trenitalia Regionale ab Genova Brignole nach S. Margherita Ligure-Portofino |
| Ankunft ins Zentrum | Piazzetta von Portofino nach kurzer Bus- oder Fährfahrt, zu Fuß dann 2 Min |
| Lohnt es sich? | Ja, wenn du Erwartung und Zeit richtig steuerst. Portofino selbst ist klein, das Setting ist spektakulär |
Lohnt sich der Tagesausflug von Genua nach Portofino?
Kurz: Ja, aber nur, wer weiß, was er bekommt. Portofino ist kein Ort für ein volles Programm, sondern eine halbmondförmige Bucht aus Pastellhäusern, knapp 200 Meter Uferpromenade, ein paar steile Gassen, Luxusyachten und Boutiquen. Du siehst den Ort in ein bis zwei Stunden. Der eigentliche Wert liegt im Setting: die Bucht, der Weg hoch zu Castello Brown und zur Chiesa di San Giorgio, der wilde Spaziergang zum Faro, die türkis schimmernde Bucht von Paraggi. Wer das versteht, bekommt einen der postkartenhaften Momente der italienischen Riviera, ohne zu übernachten.
Das Beste von Portofino, Stopp für Stopp




Das stärkste Argument ist die Kombination mit Santa Margherita. Fast jeder, der beide Orte kennt, empfiehlt, Portofino nicht allein zu tun. Santa Margherita ist ein echter Wohnort mit Café-Park, Villa Durazzo, günstigerem Essen und einem entspannten Meerblick, und der Küstenweg zwischen beiden, vier Kilometer entlang der Panoramastraße, gehört zu den schönsten Kurzspaziergängen der Riviera. Nimm zwei bis drei Stunden Portofino und den Nachmittag in Santa Margherita, und der Tag füllt sich von selbst.
45 Minuten im Zug, eine halbe Stunde Bus, und du stehst an einer der fotografiertesten Buchten des Mittelmeers. Das Verhältnis Aufwand zu Erlebnis stimmt, wenn du früh kommst und den Ort nicht überforderst.
Die ehrliche Einschränkung: Portofino lebt ausschließlich vom Tourismus. Im Sommer sind die wenigen Gassen überlaufen, das Gelato ist teurer als in Venedig oder Mailand, und Juli und August sind nach übereinstimmendem Urteil der zu meiden, der Wahl hat. Wer ein volles Tagesprogramm an Sehenswürdigkeiten erwartet, ein Familienbudget einhalten muss oder Menschenmassen nicht verträgt, fährt mit Camogli oder Santa Margherita allein besser.
Portofino an einem Hochsommertag zwischen 11 und 16 Uhr ist keine schöne Erfahrung. Wer dann ankommt, sieht vor allem Menschen und Preisschilder, nicht die Bucht.
Passt gut, wenn du...
- früh unterwegs sein kannst und vor 10 Uhr in Portofino bist
- eine Postkartenbucht fotografieren und einen halben Tag am Meer verbringen willst
- dich mit Santa Margherita kombinierst und den Nachmittag dorthin verlegst
- gerne steile Küstenwege gehst (Castello Brown, Faro, Paraggi)
Lass es (heb dir Portofino auf), wenn du...
- viele Sehenswürdigkeiten erwartest; Portofino ist ein zwei-Stunden-Ort
- im Hochsommer nur mittags ankommen würdest
- mit kleinem Budget und Kindern reist; steile Wege, teure Lokale, winziger Ort
- Crowds nicht verträgst und Juli oder August reist
Von Genua nach Portofino mit dem Zug oder der Fähre
Genua und Portofino liegen rund 35 Kilometer auseinander, aber die letzte Meile ist die entscheidende. Portofino selbst hat keinen Bahnhof, und die Straße dorthin ist im Sommer chronisch verstopft. Vier Verbindungen sind realistisch, und sie haben klare Stärken und Schwächen.

| Verkehrsmittel | Zeit | Preis | Urteil |
|---|---|---|---|
| Zug + Bus (Linie 782) | ~45 Min Zug + 20–30 Min Bus | 4,50 € + 3,50–5 € | SIEGER. Günstig, flexibel, ganzjährig, eigene Zeiteinteilung |
| Zug + Kurzfähre (Traghetti Portofino) | ~45 Min Zug + 15–20 Min Fähre | 4,50 € + 9 € (16 € retour) | Schönste Anfahrt, saisonal, stündlich |
| Golfo-Paradiso-Fähre ab Porto Antico | Ganztagstour mit Stops | ~25 € (Tour) | Beste Wahl für Camogli + San Fruttuoso + Portofino in einem Tag |
| Auto | 33–45 Min, im Sommer bis 1h30 | Sprit + Parken | Nicht empfohlen: kaum Parkplätze, ZTL, Stau |
| Bus ab Genua Zentrum (Linien 775/706/782) | ~1h30 mit dreimal Umsteigen | wenige Euro | Nur wenn du ohnehin an einer Haltestelle stehst |
Warum Zug plus Bus gewinnt: Du bist unabhängig von Saison und Fahrplan der Fähre, zahlst rund 15 bis 20 € für den ganzen Tag, und der Regionalzug fährt das ganze Jahr über alle halbe Stunde ab Brignole. Auf der Strecke Santa Margherita, Portofino ist der Bus 782 die offene Verbindung, die du einfach nimmst, wenn du aus dem Zug steigst. Wer mehr Meer will, steigt am Hafen von Santa Margherita in die Kurzfähre und belohnt sich mit der schönsten Anfahrt der ganzen Route.
Der Zug bringt dich günstig und im Halbstundentakt bis fünf Kilometer vor Portofino. Die Frage ist nur, wie du das letzte Stück machst: Bus ist schneller und billiger, Fähre ist schöner.

Der Zug im Detail
Betreiber auf der Schiene ist Trenitalia mit Regionalzügen, die auf der Linie Genua, La Spezia über Santa Margherita verkehren. Abfahrt ab Genova Brignole (nicht Principe, der weiter westlich liegt), Ankunft an der Station S. Margherita Ligure-Portofino nach rund 40 bis 45 Minuten. Das Ticket kostet 4,50 € einfach pro Person und ist nicht an eine Uhrzeit gebunden. Die Züge fahren etwa alle 30 Minuten, das letzte Stück entlang der Küste ist spektakulär: Auf der rechten Seite (in Fahrtrichtung Osten) siehst du zwischen Recco und Camogli das Meer durch die Waggons blitzen.
Tickets kaufst du am Automaten im Bahnhof, in der Trenitalia-App oder am Schalter. Vor der Abfahrt musst du Papier-Tickets am Entwerter entwerten, App-Tickets sind aktiviert. Vergiss das nicht: Eine Nichtentwertung kostet 50 €.
In Santa Margherita gehst du aus dem Bahnhof nach rechts zum Busbahnhof am Ende des Gebäudes. Dort kaufst du das Busticket (vorab am Kiosk, nicht im Bus) und nimmst die Linie 782 nach Portofino. Im Sommer wird es eng: Der Bus füllt sich schnell, und wer einen Sitzplatz will, sollte bei der Haltestelle weit vorne stehen.
Zug oder Auto, was nehmen?
| Vergleich | Zug + Bus | Auto |
|---|---|---|
| Fahrzeit ab Genua Zentrum | ~1h15 inkl. Umstieg | 33–45 Min, im Sommer bis 1h30 |
| Kosten | ~15–20 € für den Tag | Sprit + Parkgebühr, ~25–35 € |
| Parkplatz am Ziel | Entfällt | Sehr knapp, ZTL, Parkhaus am Ortseingang |
| Flexibilität | Eigener Takt, Halbstundenzug | Theoretisch hoch, praktisch durch Verkehr begrenzt |
| Urteil | SIEGER. Entspannter, günstiger, keine Parksuche | Nur sinnvoll, wenn du das Auto in S. Margherita abstellst und Bus gehst |
Die eine Konsistenz-Falle: In Portofino direkt gibt es kaum Parkplätze. Wer trotzdem mit dem Auto kommt, muss am Ortseingang in das Parkhaus an der Piazza della Libertà einbiegen, und im Sommer ist das oft voll. Der clevere Schwenk ist, das Auto in Santa Margherita abzustellen und die letzte Meile mit dem Bus zu fahren. ZTL-Kameras in Genua selbst reagieren obendrein schnell: Wer ins falsche Viertel fährt, bekommt die Strafe Wochen später per Post.
Portofino an einem Tag
Und jetzt der Teil, den die meisten Ratgeber komplizierter machen als er ist: Du brauchst keinen minutiösen Plan. Du kommst an der Piazzetta an, öffnest unsere kostenlose, selbstgeführte Portofino-Tour im Browser und startest sie genau dort, wo du gerade stehst. Der Sprach-Guide übernimmt ab da die Führung und geht den Ort Stopp für Stopp mit dir durch. Portofino ist klein genug, dass sich die ganze Runde auf 1,2 Kilometern hält, und alle fünf Stationen liegen zwischen Hafen und Faro dicht beieinander.

Die Zeitrechnung
Nimm den Zug 8:00 Uhr ab Brignole, dann stehst du gegen 8:45 in Santa Margherita und bist mit dem Bus oder der Fähre gegen 9:30 in Portofino, genau bevor die organisierten Gruppen anrollen. Die magic hour am Hafen ist der Vormittag: bis 10 Uhr gehört dir die Piazzetta fast allein. Castello Brown öffnet um 10 Uhr, und wer die besten Bilder will, ist dort gegen 10:15, wenn das Licht über der Bucht noch weich ist. Der letzte Zug zurück nach Genua fährt tief in den Abend, die Züge laufen bis etwa Mitternacht. Wer die Golfo-Paradiso-Fähre nutzt, muss ihre letzte Abfahrt aus Portofino um 16:50 kennen, sonst wird es eng. Rechne mit fünf bis sechs nutzbaren Stunden vor Ort, genug für die Runde plus einen Sprung ans Meer.
Was du siehst
Die Pflichtliste eines Tagesgastes, jeweils mit der praktischen Realität:
- Piazzetta (Piazza Martiri dell'Olivetta) (kostenlos, jederzeit): die halbmondförmige Hafenpromenade mit Pastellhäusern, Fischerbooten und Luxusyachten. Zwei Minuten fotografieren vor 10 Uhr sind die wichtigsten des Tages, danach wird es voll.
- Castello Brown (ca. 5–8 €, je nach Saison; geöffnet ab 10 Uhr): die einzig bezahlte Sehenswürdigkeit, die sich wirklich lohnt. Festung aus dem 14. Jahrhundert, 1867 vom britischen Konsul Yeats-Brown gekauft. Bester Panoramablick über die Bucht, Bänke auf dem Weg nach oben, der Aufstieg ist steil, aber machbar.
- Chiesa di San Giorgio (kostenlos): romanische Kirche aus dem 12. Jahrhundert hoch über dem Hafen, im Zweiten Weltkrieg zerstört und wieder aufgebaut. Bewahrt die Reliquien des heiligen Georg, des Schutzpatrons von Portofino. Die Terrasse daneben ist der beste Sonnenuntergangspunkt.
- Chiesa di San Martino (kostenlos): romanische Kirche oberhalb der Piazzetta, 1548 geweiht. Schlicht außen, mit Gold verziertes Inneres mit Deckengemälden, ein ruhiger Kontrapunkt zum Trubel unten.
- Faro di Portofino (kostenlos): aktiver Leuchtturm an der Spitze der Halbinsel, etwa einen Kilometer vom Ort entfernt. Rundweg durch Kräuter und Ginster, am Ende offener Ozean. Hin und zurück rund zwei Stunden, wer Zeit hat, macht das.
- Paraggi Beach (Eintritt frei, Liegen begrenzt): türkis schimmernde Kiesbucht zwei Kilometer östlich von Portofino. Der echte Geheimtipp, der keiner mehr ist: glasklares Wasser, Kajak- und SUP-Verleih, ruhiger als der Hafen.
Die Route, die die Tour mit dir geht
Statt einer zusammengewürfelten Liste läufst du eine logische Schleife von der Piazzetta hoch zur Klippenkirche San Giorgio, hinauf nach Castello Brown und hinaus zum Leuchtturm. Das sind die fünf Stopps in der Reihenfolge der Tour, insgesamt nur 1,2 Kilometer:
- 1Piazzetta (Piazza Martiri dell'Olivetta) Dein Einstieg · kostenlos
Die halbmondförmige Hafenpromenade mit Pastellhäusern, Fischerbooten und Yachten. Zwei Minuten fürs klassische Portofino-Foto, am besten vor 10 Uhr, wenn die Gruppen noch fehlen. Die Luxus-Boutiquen am Rand sind Fenster-Shopping, die echten Adressen liegen eine Querstraße höher.

- 2Museo del Parco Kostenlos
Eine kleine Skulpturensammlung im Grün zwischen Piazzetta und Chiesa di San Giorgio. Kurz, kostenlos, ein guter Puffer, um aus dem dichtesten Trubel herauszukommen, bevor der Weg bergauf weitergeht.
- 3Chiesa di San Giorgio Kostenlos
Romanische Kirche aus dem 12. Jahrhundert, hoch über dem Hafen auf dem Felsen, im Zweiten Weltkrieg zerstört und wieder aufgebaut. Bewahrt die Reliquien des heiligen Georg, den Kreuzfahrer zurückbrachten. Die Terrasse daneben ist der beste Punkt für den Sonnenuntergang.

- 4Castello Brown Ca. 5–8 € · ab 10 Uhr
Die Festung aus dem 14. Jahrhundert, 1867 vom britischen Konsul Yeats-Brown erworben. Bestes Panorama über die Bucht und das Ligurische Meer, Bänke auf dem Weg, der Aufstieg ist steil, aber mit Bänken machbar. Die einzig bezahlte Station, die sich wirklich lohnt.

- 5Portofino Lighthouse Kostenlos · ~1 km vom Ort
Aktiver Leuchtturm an der wilden Spitze der Halbinsel. Rundweg durch Kräuter und Ginster, am Ende offener Ozean. Hin und zurück rund zwei Stunden, mit der kühlsten Brise des gesamten Tages.

Sie läuft im Browser, ohne App und ohne Download. Ein Sprach-Guide geht die Runde mit dir und führt dabei ein echtes Gespräch: Er begrüßt dich, erzählt zwischen den Stopps, fragt, was du wirklich sehen willst, und passt sich an. Es ist keine Aufnahme und kein Audioguide. Karte und Schritt-für-Schritt-Navigation bringen dich von Stopp zu Stopp.
Diese Schleife ist unsere kostenlose, selbstgeführte Portofino-Walking-Tour, und weil sie von jedem Stopp aus gestartet werden kann, beginnst du einfach dort, wo dich der Bus oder die Fähre absetzt. Du öffnest sie im Browser, ohne App und ohne Download, und ein Sprach-Guide geht die Route mit dir. Das ist keine Aufnahme und kein Audioguide, sondern ein echtes Gespräch: Er begrüßt dich, erzählt zwischen den Stopps die Geschichten hinter Hafen, Castello und Klippenkirche, fragt nach, was dich wirklich interessiert, und passt sich deinen Antworten an. Die Karte mit Schritt-für-Schritt-Navigation führt dich von der Piazzetta bis zum Leuchtturm, ohne dass du auf Google Maps schielen musst. Die ganze Route siehst du auf der Portofino-Walking-Tour-Seite, und zum Ausprobieren gibt es 100 Gratis-Credits.
Insider-Tipps für den Tagesausflug nach Portofino
Die zwei teuersten Fehler dieses Ausflugs passieren früh: nach 10:30 Uhr im Sommer ankommen und das Mittagessen direkt an der Piazzetta einplanen. Danach dreht sich alles um Timing, Bargeld und die richtige Kombination mit Santa Margherita.
Tu das
- Sei vor 10 Uhr in Portofino, bevor die Reisegruppen anrollen
- Geh gleich um 10 Uhr hoch zu Castello Brown, wenn es öffnet und die Menschen noch unten sind
- Kauf dir belegte Focaccia bei Panificio Maccarini und iss am Meer, nicht im Restaurant an der Piazzetta
- Nimm Bargeld mit: Viele Adressen nehmen keine Karten, der Bancomat am Hafen ist oft leer
- Kombiniere mit Santa Margherita: Vormittags Portofino, nachmittags der echte Wohnort mit günstigerem Essen und Meerblick im Villa-Durazzo-Park
- Geh die vier Kilometer Küstenstraße zwischen S. Margherita und Portofino mindestens eine Strecke zu Fuß, sie ist eine der schönsten Kurzspaziergänge der Riviera
- Nimm die Fähre zurück nach S. Margherita, die Aussicht auf die Pastellhäuser vom Wasser aus ist der Lohn des Tages
Tu das nicht
- Komm nicht zwischen Juli und August, wenn du Wahl hast; der Ort ist überlaufen und überpreist
- Iss nicht mittags an der Piazzetta: Ein Teller Trofie al Pesto kostet hier bis 25 €, eine Querstraße höher zahlst du die Hälfte
- Fahr nicht mit dem Auto bis nach Portofino: Kaum Parkplätze, ZTL-Kameras, Sommerstau
- Vergiss die Rückfahrtzeiten der Fähre nicht: Die letzte Golfo-Paradiso-Abfahrt aus Portofino ist um 16:50
- Verbringe nicht den ganzen Tag in Portofino selbst: Es ist ein zwei-Stunden-Ort, die Umgebung ist der eigentliche Gewinn
- Bestell kein Pesto mit Huhn: Die ligurische Küche kennt das nicht, und du bekommst überraschte Blicke
Fürs Mittagessen gilt die einfachste Regel der Region: eine Querstraße von der Piazzetta steigen die Preise deutlich, am Hafen selbst zahlst du Yacht-Club-Niveau. Eine sichere Adresse in Portofino ist Da U'Batti mit selbstgemachten Trofie für rund 15 €, Panificio Maccarini für Focaccia al formaggio als Picknick, und wer es sich gut gehen lassen will, nimmt den Aperitivo auf der Terrasse des Hotel Splendido für etwa 18 € mit dem besten Blick der Bucht. Der clevere Schachzug ist, das Mittagessen nach Santa Margherita zu verschieben: Fischpasta bei Antonio kostet dort die Hälfte, das Ambiente ist echter. Wer die Golfo-Paradiso-Fähre nimmt, hält in Camogli bei U Caruggiu für Focaccia und in San Fruttuoso bei Da Giovanni für klassisch Ligurisches.
Eine kleine Vorbereitung, die den Tag retten kann: Sichere dir die Rückfahrt, sobald du ankommst. In der Hochsaison sind die Fährplätze abends knapp, und wer die letzte Golfo-Paradiso-Abfahrt um 16:50 verpasst, muss den Bus zurück nach Santa Margherita nehmen. Wer auf Nummer sicher gehen will, nimmt die Fähre schon morgens als Hinweg und fährt den letzten Teil über Rapallo, von wo bis Mitternacht Züge nach Genua laufen.
Weitere Tagesausflüge ab Genua
Morgens raus, abends zurück zum Abendessen. Jede dieser Routen passt in einen vollen Tag.
So fühlt sich die Fahrt von Genua nach Portofino an
Das ist der Teil, den kein Fahrplan abbildet. Schon die Zugfahrt ab Brignole ist Werbung für die Strecke: Sobald du Genova Nervi hinter dir lässt, fährt der Zug auf einem Viadukt direkt über dem Meer, und zwischen Recco und Camogli öffnet sich auf der rechten Seite das volle Blau der Tigullio-Bucht. In Santa Margherita steigst du aus, riechst sofort das Salzwasser, gehst zehn Minuten zum Bus oder fünfzehn zur Fähr-Anlegestelle, und das Tempo kippt von Stadt zu Küste.
Dann Portofino. Du kommst von oben, mit dem Bus, oder vom Wasser, mit der Fähre, und in beiden Fällen wird die Bucht plötzlich sichtbar: die halbmondförmige Piazzetta mit ihren Pastellhäusern, die Farbtöne wie aus einem Theater-Entwurf, und im Wasser die Yachten. Früh am Morgen gehört der Hafen noch den Einheimischen und den Möwen, und du kannst zehn Minuten lang einfach stehen und schauen. Wenn du hoch zu Castello Brown steigst, drehen sich die Rollen um: Unten ist der Trubel, oben hast du den besten Blick über die gesamte Bucht und das offene Meer, und der Lärm der Piazzetta wird zu einem Summen.
Der schönste Moment kommt gegen 18 Uhr, wenn die Sonne hinter die Halbinsel sinkt. Die Farben der Häuser wirken für zehn, fünfzehn Minuten wie angezündet und spiegeln sich im stillen Wasser des Hafenbeckens. Wer dann auf der Terrasse der Chiesa di San Giorgio steht, sieht Portofino an seinem besten. Danach der Weg zurück zum Bus oder zur Fähre, die Züge nach Genua laufen bis spät in die Nacht, und am Ende des Tages verstehst du, warum Guy de Maupassant schrieb, der Ort sei von einer so unglaublichen Schönheit, dass sie unwirklich wirke.
Genua nach Portofino: Deine Fragen beantwortet
Kann man Portofino als Tagesausflug von Genua aus machen?
Ja, sehr gut. Der Regionalzug ab Genova Brignole braucht rund 45 Minuten nach Santa Margherita (4,50 €), von dort sind es mit dem Bus oder der Fähre noch einmal 15 bis 30 Minuten nach Portofino. Wer morgens um 8 Uhr losfährt, hat fünf bis sechs Stunden vor Ort und ist abends zurück in Genua.
Wie komme ich von Genua nach Portofino?
Standardweg: Regionalzug ab Genova Brignole nach S. Margherita Ligure-Portofino (4,50 €, 45 Min, alle 30 Min), dann Bus Linie 782 (3,50–5 €) oder Kurzfähre (9 € einfach) nach Portofino. Alternativ ab Genova Porto Antico die saisonale Golfo-Paradiso-Fähre über Camogli und San Fruttuoso.
Was kostet der Tagesausflug von Genua nach Portofino?
Mit Zug und Bus rund 15 bis 20 € pro Person für Hin- und Rückfahrt. Der Zug kostet 4,50 € pro Strecke, der Bus 3,50 bis 5 €. Die Kurzfähre ab Santa Margherita schlägt mit 9 € einfach beziehungsweise 16 € retour zu Buche, die Golfo-Paradiso-Ganztagstour liegt bei etwa 25 €.
Hat Portofino einen Bahnhof?
Nein. Die nächstgelegene Bahnstation ist Santa Margherita Ligure-Portofino, etwa fünf Kilometer westlich. Das letzte Stück musst du mit Bus, Fähre, Taxi oder zu Fuß überwinden.
Wie lange dauert die Fahrt von Genua nach Portofino?
Mit dem Zug rund 45 Minuten bis Santa Margherita, danach 20 bis 30 Minuten mit dem Bus oder 15 bis 20 Minuten mit der Fähre nach Portofino. Insgesamt also knapp anderthalb Stunden. Mit dem Auto sind es 33 bis 45 Minuten, im Sommer aber oft deutlich länger.
Lohnt sich das Auto für den Tagesausflug?
Nein, in der Regel nicht. Die Parkplätze in Portofino sind extrem knapp, der gesamte Ortskern ist ZTL-Zone, und im Sommer steht der Verkehr auf der SP227. Wer trotzdem fährt, sollte das Auto in Santa Margherita abstellen und die letzte Meile mit dem Bus machen.
Was darf ich an einem Tag in Portofino nicht verpassen?
Die Piazzetta vor 10 Uhr, den Aufstieg zu Castello Brown für das Panorama, die Klippenkirche Chiesa di San Giorgio mit ihrer Terrasse, den Weg zum Faro di Portofino und, wenn Zeit ist, die Bucht von Paraggi. Dazu ein Stück Focaccia und ein Aperitivo mit Blick auf den Hafen.
Wann ist die beste Zeit für den Ausflug, und wann sollte ich ihn meiden?
Beste Reisezeit sind April, Mai, September und Oktober: angenehme Temperaturen, weniger Touristen, alles geöffnet. Meide Juli und August, wenn du Wahl hast, an Wochenenden noch mehr. Wer im Hochsommer kommt, sollte vor 9 Uhr vor Ort sein und nach 16 Uhr die Hauptlast der Tagesgäste erwarten.
Brauche ich Tickets vorab?
Für den Zug nicht, das Ticket kaufst du am Automaten oder in der App. Für die Golfo-Paradiso-Fähre empfiehlt sich in der Hochsaison eine Vorab-Reservierung, weil die Plätze knapp sind. Für die Kurzfähre ab Santa Margherita genügt es, am Anleger zu erscheinen. Castello Brown hat keine Vorab-Tickets, du kaufst an der Kasse.
Deinen Tagesausflug nach Portofino planen
Die Anreise ist der einfache Teil: morgens um 8 Uhr ab Genova Brignole, 4,50 € pro Strecke, um 8:45 in Santa Margherita, und gegen 9:30 stehst du an der Piazzetta. Jetzt mach die Stunden vor Ort zählbar. Die Fünf-Stopp-Runde oben ist unsere kostenlose, selbstgeführte Portofino-Walking-Tour, und weil sie von jedem Stopp aus startet, beginnst du in der Sekunde, in der du aus dem Bus oder der Fähre steigst. Öffne sie im Browser und leg los, mit 100 Gratis-Credits.
