1. Château d'Amboise
Diese königliche Residenz thront auf einem Felsvorsprung über dem Loire-Tal und dominiert die Stadt. Ihr betretet das Gelände über eine Rampe, die früher für Pferde genutzt wurde, und kommt auf eine Terrasse. Der weite Blick von hier rechtfertigt allein schon den Ticketpreis. Die Innenräume mischen Gotik und Renaissance. Sie sind im Vergleich zu anderen Loire-Schlössern spärlich eingerichtet. So rückt die Architektur – die Kamine, die Gewölbedecken – in den Vordergrund.
Der eigentliche Anziehungspunkt ist die Hubertuskapelle auf den Festungsmauern mit dem Grab von Leonardo da Vinci. Sie ist kleiner als man denkt und oft voll, aber der schlichte Grabstein hat eine starke Wirkung. Die Gärten sind geometrisch angelegt und bieten viele Blickwinkel hinab auf die Schieferdächer der Stadt.
Da es eine der Hauptattraktionen von Amboise ist, wird es ab dem Vormittag unweigerlich voll. Kommt direkt zur Öffnung, um die Größe ohne den Lärm zu spüren. Es geht hier weniger um opulente Möbel als um die militärische und politische Geschichte Frankreichs. Holt euch den Audioguide, damit die leeren Steinhallen Sinn ergeben.