1. Amalienborg Palace
Amalienborg besteht aus vier fast identischen Rokoko-Palästen, die um einen achteckigen Hof im Stadtteil Frederiksstaden angeordnet sind – und die dänische Königsfamilie lebt hier seit 1794, als Christiansborg niederbrannte und die Royals schnell eine Bleibe brauchten. Architekturhistoriker halten es für den feinsten Rokoko-Komplex in Dänemark, vielleicht sogar in ganz Nordeuropa, und er steht auf der Vorschlagsliste Dänemarks für das UNESCO-Weltkulturerbe.
Zwei der vier Paläste beherbergen die königlichen Wohnräume von König Frederik X. und Königin Mary; ein dritter ist der offizielle Gästeflügel; und der vierte ist seit 1994 ein Museum. Das Museum bewahrt königliche Gemächer aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert – weniger pompös, als man erwarten würde, und wirklich interessant, weil sie zeigen, wie die Monarchie im Alltag tatsächlich lebte. Die Reiterstatue von Frederik V. in der Mitte des Hofes stammt vom französischen Bildhauer Jacques Saly und brauchte zwanzig Jahre bis zur Fertigstellung.
Die Wachablösung findet täglich um 12 Uhr mittags statt und lohnt sich. Was viele Besucher verpassen, ist, dass die Garde vom Schloss Rosenborg durch die Straßen der Stadt marschiert, um Amalienborg zu erreichen – der Marsch durch die Stadt ist oft interessanter als die Zeremonie selbst. Der Hof ist kostenlos und das Museum preislich angemessen; beides lohnt sich.