Sehenswürdigkeiten in Berlin – Top Attraktionen, Geheimtipps & Must-Sees

Entdecke die besten Sehenswürdigkeiten in Berlin. Kompletter Reiseführer mit Must-Sees, beliebten Attraktionen, Geheimtipps, Museen, Märkten und Parks.

39 Attractions 6 Categories Travel Guide

Inhaltsverzeichnis

Berlin Übersicht

Berlin ist eine Stadt der Brüche und des Neuanfangs. Die deutsche Hauptstadt trägt sichtbare Narben des Zweiten Weltkriegs und des Kalten Krieges, erfindet sich aber gleichzeitig als Zentrum für Kunst, Technologie und alternative Kultur neu. Das Brandenburger Tor und der Reichstag bilden den historischen Kern, während die Gedenkstätte Berliner Mauer und die East Side Gallery an die Teilung erinnern. Die Museumsinsel beherbergt eine der bedeutendsten Antikensammlungen der Welt, ergänzt durch Orte zeitgenössischer Kunst wie den Hamburger Bahnhof oder die Boros Collection. Die Parks reichen vom riesigen Tempelhofer Feld – einem ehemaligen Flughafen, auf dem heute Drachen steigen – bis zu den barocken Gärten des Schlosses Charlottenburg. Jeder Kiez hat seinen eigenen Charakter: Kreuzberg und Friedrichshain stehen für Nachtleben und Streetart, Mitte für das Regierungsviertel und Museen, Charlottenburg für gediegene Wohnstraßen. Die Esskultur reicht von traditioneller Küche in historischen Markthallen bis zu internationalem Streetfood. Wer die Stadt verstehen will, schaut hinter die Fassaden: in Hinterhöfe, Bunker und auf künstliche Berge aus Kriegsschutt. Der öffentliche Nahverkehr verbindet alle Viertel effizient, und viele Attraktionen sind günstiger als in anderen europäischen Hauptstädten. Ein guter Besuch verbindet die großen Wahrzeichen mit Zeit in den Kiezen, um zu sehen, wie die Berliner in einer Stadt leben, die sich immer wieder neu erfunden hat.

Diese Highlights in Berlin

  • Brandenburg Gate - iconic symbol of German unity
  • Museum Island - UNESCO World Heritage museum complex
  • Berlin Wall Memorial - authentic preserved border strip
  • Tempelhofer Feld - former airport turned public park
  • Jewish Museum - Daniel Libeskind's architectural masterpiece
🏛️ Must-See ⭐ Sehenswürdigkeiten 💎 Geheimtipps 🎨 Museen 🍕 Essen & Märkte 🌳 Parks & Aussicht

🏛️ Must-See Sehenswürdigkeiten in Berlin

Diese ikonischen Wahrzeichen sollte jeder Besucher in Berlin gesehen haben.

Berlin Cathedral

1. Berlin Cathedral

Der Berliner Dom dominiert das nördliche Ende der Museumsinsel mit seiner grünen Kupferkuppel, die 98 Meter über der Spree aufragt. Kaiser Wilhelm II. ließ ihn zwischen 1894 und 1905 errichten und ersetzte damit frühere Bauten aus dem 15. Jahrhundert. Er ist die größte evangelische Kirche Deutschlands und beherbergt die Hohenzollerngruft, in der über 90 Mitglieder der preußischen Königsfamilie ruhen. Im Inneren finden sich Mosaike, Buntglasfenster und eine riesige Sauer-Orgel mit 7.269 Pfeifen. Besucher können 270 Stufen zum Kuppelumgang hinaufsteigen und über die Museumsinsel und das Stadtzentrum blicken. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Dom schwer beschädigt und blieb lange eine Ruine, bis die Restaurierung 2002 abgeschlossen war. Die Tauf- und Traukirche blieb relativ unversehrt und zeigt noch die originale Ausstattung. Sonntagsgottesdienste nutzen oft die volle Klanggewalt der Orgel. Für die Gruft benötigt man ein separates Ticket.

Öffnungszeiten Mo–Fr: 09:00–18:00 | Sa: 09:00–17:00 | So: 12:00–17:00
Eintritt €10
Insider-TippDer Aufstieg zur Kuppel schließt 30 Minuten vor dem Dom selbst. Gehen Sie am Sonntagmorgen hin, um die Orgel im Gottesdienst zu hören, und besichtigen Sie den Rest, wenn die Touristenmassen nach dem Mittagessen abnehmen.
Berlin TV Tower

2. Berlin TV Tower

Der Berliner Fernsehturm ragt 368 Meter über dem Alexanderplatz auf. Er ist das höchste Bauwerk Deutschlands und das vierthöchste in Europa. Die DDR-Regierung baute ihn zwischen 1965 und 1969 als Beweis sozialistischer Ingenieurskunst. Die markante Kugel trägt den Spitznamen „Rache des Papstes“, weil Sonnenlicht darauf ein Kreuz formt. In 203 Metern Höhe befinden sich ein Drehrestaurant und eine Aussichtsplattform. Bei klarem Wetter sieht man bis zu 42 Kilometer weit. Ursprünglich sollte der Turm 365 Meter messen – einen Meter für jeden Tag des Jahres – doch die Ingenieure fügten drei Meter hinzu, als das Fundament stabiler war als gedacht. Das Restaurant dreht sich alle 30 Minuten einmal um die eigene Achse. Die Schlangen vor dem Aufzug können in der Hochsaison lang sein, abends ist es meist ruhiger.

Öffnungszeiten Täglich: 10:00–23:00
Eintritt €28.50
Insider-TippKaufen Sie Tickets online, um die Hauptschlange zu umgehen. Die besten Fotos gelingen kurz vor Sonnenuntergang, wenn die Stadtlichter angehen, aber noch Tageslicht herrscht.
Brandenburg Gate

3. Brandenburg Gate

Das Brandenburger Tor steht am westlichen Ende der Straße Unter den Linden und ist das bekannteste Wahrzeichen Berlins. Friedrich Wilhelm II. ließ das klassizistische Monument zwischen 1789 und 1793 errichten. Zwölf dorische Säulen bilden fünf Durchgänge, wobei der mittlere ursprünglich dem König vorbehalten war. Die Quadriga auf dem Dach zeigt Victoria, die Siegesgöttin, in einem Streitwagen. Während des Kalten Krieges stand das Tor im Niemandsland, unerreichbar für Ost und West. Als die Mauer 1989 fiel, feierten hier Tausende. Heute zieht es rund um die Uhr Besucher an; nur früh am Morgen kann man es ohne Menschenmassen fotografieren. Das Tor hat Napoleon, Nazi-Paraden und Reagans Rede erlebt. Wer genau hinsieht, entdeckt im Sandstein noch Einschusslöcher aus dem Zweiten Weltkrieg.

Öffnungszeiten Durchgehend geöffnet
Eintritt Free
Insider-TippKommen Sie zum Sonnenaufgang, wenn das Tor nach Osten blickt und goldenes Licht auf die Säulen fällt. Ab 9 Uhr füllt sich der Pariser Platz mit Reisegruppen.
Museum Island

5. Museum Island

Die Museumsinsel liegt in der Spree und vereint fünf Museen zu einem UNESCO-Welterbe-Ensemble. Der Komplex entstand zwischen 1830 und 1930. Das Pergamonmuseum zeigt antike Monumentalarchitektur wie den Pergamonaltar (derzeit geschlossen) und das Ischtar-Tor. Das Neue Museum beherbergt die Nofretete. Die Alte Nationalgalerie zeigt Kunst des 19. Jahrhunderts, das Bode-Museum byzantinische Kunst. Das Altes Museum präsentiert Antiken in einer Rotunde. Die James-Simon-Galerie dient als zentraler Eingang. Ein Ticket gilt meist für alle Häuser, doch um alles zu sehen, bräuchte man Tage. Brücken verbinden die Insel mit dem Rest der Stadt.

Öffnungszeiten Di–So: 10:00–18:00
Eintritt Free
Insider-TippStarten Sie in der James-Simon-Galerie. Der Saal mit dem Pergamonaltar ist bis 2027 zu, aber das restliche Museum ist teilweise offen.
Reichstag Building

6. Reichstag Building

Das Reichstagsgebäude ist Sitz des Deutschen Bundestages. Es wurde 1894 fertiggestellt, 1933 durch Brand beschädigt und im Krieg weiter zerstört. Norman Foster gestaltete es nach der Wiedervereinigung um und setzte ihm die gläserne Kuppel auf. Sie ist begehbar und bietet Blicke in den Plenarsaal sowie über die Stadt. Ein Spiegeltrichter lenkt Tageslicht nach unten. Der Besuch der Kuppel und Dachterrasse ist kostenlos, erfordert aber eine Anmeldung.

Öffnungszeiten 08:00–24:00
Eintritt Free (registration required)
Insider-TippBuchen Sie den Kuppelbesuch Wochen im Voraus online. Spontan geht es manchmal morgens am Besucherzentrum, aber mit Wartezeit.
Deine private Tour mit unserem KI-Guide
AI Guide
  • Individuelle Tour nur für dich
  • Dein KI-Guide begleitet dich - mit Geschichten, Fakten und Anekdoten
  • Schritt-für-Schritt-Navigation
  • In deiner Sprache — kein Download nötig
Jetzt entdecken

💎 Geheimtipps in Berlin - Abseits der Touristenpfade

Abseits der Touristenmassen verbirgt Berlin bemerkenswerte Schätze.

Berlin Underworlds

1. Berlin Underworlds

Der Verein Berliner Unterwelten führt durch die unterirdischen Räume der Stadt, darunter Bunker, Tunnel und Luftschutzanlagen. Seit 1997 dokumentieren und erhalten die Mitglieder diese verborgenen Strukturen aus dem Zweiten Weltkrieg und dem Kalten Krieg. Die beliebteste Tour führt durch einen zivilen Luftschutzbunker im U-Bahnhof Gesundbrunnen und zeigt, wie Berliner die Bombenangriffe überlebten. Der Bunker enthält noch originale Etagenbetten, Lüftungssysteme und Propagandaplakate. Andere Touren erkunden Fluchttunnel unter der Berliner Mauer, stillgelegte U-Bahnhöfe und Flaktürme. Die Guides arbeiten ehrenamtlich und haben die Orte oft jahrelang erforscht. Ein Museum im Bahnhof Gesundbrunnen zeigt Fundstücke wie Blindgänger und persönliche Gegenstände aus den Bunkern. Die Touren sind oft ausgebucht, besonders am Wochenende. Da es unten auch im Sommer kalt ist, sollte man immer warme Kleidung dabei haben.

Öffnungszeiten Täglich: 10:00–15:30
Eintritt €15
Insider-TippBuchen Sie Touren vorab online. Tragen Sie feste Schuhe und bringen Sie eine Jacke mit, da die Temperatur unten ganzjährig bei etwa 10 Grad liegt.
Boros Collection

2. Boros Collection

Die Boros Collection befindet sich in einem massiven Betonbunker, der 1942 als Luftschutzraum für Reisende am Bahnhof Friedrichstraße gebaut wurde. Der Bunker überstand den Krieg und diente später als Fruchtlager und Fetisch-Club, bevor der Sammler Christian Boros ihn 2003 kaufte. Er ließ ein Penthouse auf das Dach setzen, bewahrte aber die rohen Betonwände und kleinen Fenster des Originals. Die Sammlung zeigt zeitgenössische Kunst von den 1990ern bis heute auf fünf Etagen. Zu sehen waren bereits Künstler wie Ai Weiwei, Olafur Eliasson und Wolfgang Tillmans. Die Architektur prägt den Besuch: Dicke Wände schaffen isolierte Räume, spärliches Licht lenkt den Fokus auf die Werke. Besuche sind nur mit vorab gebuchter Führung möglich, spontanes Vorbeikommen funktioniert nicht. Die Wohnung der Familie Boros auf dem Dach ist privat, lässt sich aber von oben erahnen. Der Kontrast zwischen Kriegsarchitektur und moderner Kunst erzeugt eine ganz eigene Stimmung.

Öffnungszeiten Nur mit Führung (online buchen)
Eintritt €10
Insider-TippBuchen Sie Wochen im Voraus, die Touren sind schnell weg. Fotografieren ist verboten – konzentrieren Sie sich ganz auf Kunst und Raum.
Heckmann Hoefe

3. Heckmann Hoefe

Die Heckmann-Höfe bestehen aus drei verbundenen Hinterhöfen in der Spandauer Vorstadt, erbaut zwischen 1889 und 1892. Vorder- und Hinterhaus sind Wohnhäuser, der mittlere Hof beherbergt Läden und Werkstätten. Die Architektur zeigt typische Backsteinelemente des späten 19. Jahrhunderts. Anders als die Hackeschen Höfe wirken die Heckmann-Höfe weniger poliert und haben sich einen Kiez-Charakter bewahrt. Es gibt kleine Läden, ein Theater und Cafés. Direkt dahinter liegt der Jüdische Friedhof mit Gräbern aus dem 17. Jahrhundert, darunter das von Moses Mendelssohn. Die Höfe sind öffentlich zugänglich. Hier sieht man gut, wie Berliner Hinterhöfe in der Industriezeit Wohn- und Arbeitsraum auf engstem Platz vereinten.

Öffnungszeiten Rund um die Uhr geöffnet
Eintritt Free
Standort Maps
Insider-TippLaufen Sie durch alle drei Höfe. Im mittleren Hof finden oft kleine Märkte mit Kunsthandwerk oder Essen statt.
Koernerpark

4. Koernerpark

Der Körnerpark liegt etwas versteckt in Neukölln. Er sieht aus wie ein Schlossgarten, wurde aber Anfang des 20. Jahrhunderts von einem privaten Bauherrn angelegt. Der Park liegt tiefer als die Straße und bietet Wasserspiele und geometrische Blumenbeete. Im Westen steht eine Orangerie mit Café und Galerie. Franz Körner baute den Park zwischen 1912 und 1916, um die Attraktivität seiner umliegenden Mietshäuser zu steigern. Nach Jahren des Verfalls wurde die Anlage in den 1980ern restauriert. Heute treffen sich hier Anwohner zum Picknick, Kinder spielen im Sommer in den Brunnen. Auf dem Vorplatz der Orangerie finden im Sommer Konzerte statt. Touristen verirren sich selten hierher, weshalb der Park seine Ruhe bewahrt hat.

Öffnungszeiten Rund um die Uhr geöffnet
Eintritt Free
Website körnerpark.de/
Insider-TippKommen Sie an einem sonnigen Nachmittag. Das Café in der Orangerie macht guten Kaffee mit Blick auf die Wasserspiele.
Teufelsberg

5. Teufelsberg

Der Teufelsberg ist ein künstlicher Hügel aus 25 Millionen Kubikmetern Kriegsschutt im Grunewald. Im Kalten Krieg nutzten US-amerikanische und britische Dienste den 120 Meter hohen Berg als Abhörstation. Die verfallenen Radarkuppeln sind heute voller Graffiti und dienen als Kulisse für Fotos. Man hat einen weiten Blick über Berlin. Der Ort wirkt fast postapokalyptisch.

Öffnungszeiten Täglich: 10:00–Sonnenuntergang
Eintritt Free
Website N/A
Insider-TippLaufen Sie vom S-Bahnhof Grunewald durch den Wald hinauf. Der Blick vom Dach der Hauptstation lohnt den Eintritt.
Viktoriapark

6. Viktoriapark

Der Viktoriapark liegt auf dem Kreuzberg, der höchsten natürlichen Erhebung der Innenstadt. Ein künstlicher Wasserfall stürzt den Hang hinab. Oben steht das Nationaldenkmal für die Befreiungskriege, das dem Bezirk seinen Namen gab. Im Sommer sitzen viele Berliner auf den Wiesen und schauen den Sonnenuntergang an. Es gibt sogar einen kleinen Weinberg.

Öffnungszeiten Rund um die Uhr geöffnet
Eintritt Free
Insider-TippKlettern Sie zum Denkmal hoch, wenn die Sonne untergeht. Der Wasserfall läuft nur im Sommer.
Deine private Tour mit unserem KI-Guide
AI Guide
  • Individuelle Tour nur für dich
  • Dein KI-Guide begleitet dich - mit Geschichten, Fakten und Anekdoten
  • Schritt-für-Schritt-Navigation
  • In deiner Sprache — kein Download nötig
Jetzt entdecken

🎨 Die besten Museen & Galerien in Berlin

Erstklassige Museen und Galerien, die Berlin zu einem kulturellen Highlight machen.

Alte Nationalgalerie

1. Alte Nationalgalerie

Die Alte Nationalgalerie thront wie ein griechischer Tempel über der Spree auf der Museumsinsel. Friedrich August Stüler baute das Museum zwischen 1866 und 1876 als erste Nationalgalerie Deutschlands. Die Sammlung konzentriert sich auf Malerei und Skulptur des 19. Jahrhunderts, mit Schwerpunkten auf deutscher Romantik, Impressionismus und früher Moderne. Caspar David Friedrichs Mönchsbilder hängen hier neben Werken von Adolph Menzel und Max Liebermann. Die Skulpturensammlung umfasst Arbeiten von Auguste Rodin und Johann Gottfried Schadow. Der Rundgang folgt einer chronologischen Entwicklung vom Klassizismus im Erdgeschoss bis zum Impressionismus in den oberen Etagen. Vor der Freitreppe empfängt das Reiterstandbild Friedrich Wilhelms IV. die Besucher. Das Gebäude gehört seit 1999 als Teil der Museumsinsel zum UNESCO-Welterbe. Die Räume sind hell und weitläufig, sodass man die Kunst ohne Gedränge betrachten kann.

Öffnungszeiten Mo: Geschlossen | Di–So: 10:00–18:00
Eintritt €14
Insider-TippVon der Außentreppe sieht man gut über den Lustgarten zum Dom. Besuchen Sie das Museum an einem sonnigen Tag, wenn Tageslicht die oberen Galerien füllt.
Berlinische Galerie

2. Berlinische Galerie

Die Berlinische Galerie widmet sich der Kunst, die seit 1870 in Berlin entstanden ist. Als einziges Museum konzentriert es sich rein auf das künstlerische Schaffen der Stadt. Die Sammlung umfasst Malerei, Fotografie, Architektur und Multimedia und zeichnet Berlins Weg von der Kaiserzeit über die Teilung bis zur Wiedervereinigung nach. Das Museum residiert in einem umgebauten Glaslager in Kreuzberg. Besonders stark ist die Fotosammlung, die den Wandel des Stadtbildes im 20. Jahrhundert dokumentiert. Expressionistische Werke hängen neben Kunst aus der DDR und zeitgenössischen Arbeiten. Ein Architekturarchiv bewahrt Pläne für Gebäude, die nie gebaut wurden. Wechselausstellungen füllen das Erdgeschoss, während die ständige Sammlung oben zu finden ist. Das Museum ist ruhiger als die großen Häuser auf der Museumsinsel und erlaubt einen entspannten Besuch. Das Café blickt auf einen Skulpturengarten im Innenhof.

Öffnungszeiten Mo: 10:00–18:00 | Di: Geschlossen | Mi–So: 10:00–18:00
Eintritt €12
Standort 52.5039, 13.3981
Insider-TippHier ist weniger los als auf der Museumsinsel, ideal für einen entspannten Nachmittag. Die Fotosammlung bietet faszinierende Einblicke in die Veränderungen der Berliner Straßen.
DDR Museum

3. DDR Museum

Das DDR Museum setzt auf Anfassen und Ausprobieren: Besucher können sich in einen Trabant setzen, in einer Plattenbauwohnung stöbern und Abhörprotokolle der Stasi anhören. Das Museum liegt in einem ehemaligen DDR-Bürogebäude nahe dem Dom und vermittelt Geschichte eher sensorisch als akademisch. Man kann Kleidung aus der Zeit anprobieren, Ost-Fernsehen schauen und sehen, wie begrenzt das Warenangebot war. Der Trabant-Bereich erklärt die Technik und die Wartezeiten für das Auto. Ein Verhörraum zeigt die Methoden der Stasi. Das Museum ist oft voll, besonders bei Regen, und kann eng wirken. Interaktive Exponate machen es auch für Kinder interessant. Es zeigt das Leben im Osten ohne starken politischen Kommentar und lässt Besucher eigene Schlüsse ziehen.

Öffnungszeiten Täglich: 09:00–21:00
Eintritt €9.80
Insider-TippBesuchen Sie das Museum früh morgens oder spät am Nachmittag, um dem Gedränge zu entgehen. Am Trabant-Simulator muss man meist am längsten warten.
German Historical Museum

4. German Historical Museum

Das Deutsche Historische Museum erzählt zwei Jahrtausende deutscher Geschichte. Die Sammlung von über 8.000 Objekten verteilt sich auf das barocke Zeughaus und den modernen Pei-Bau. Das Zeughaus, zwischen 1695 und 1730 als Waffenarsenal erbaut, ist das älteste erhaltene Gebäude am Platz Unter den Linden. Der Pei-Bau, 2003 von I.M. Pei entworfen, zeigt Wechselausstellungen. Die Dauerausstellung führt chronologisch von den Römern über die Reformation und das Kaiserreich bis zu den Weltkriegen. Zu sehen sind Ritterrüstungen, Königskronen und der Schreibtisch, an dem 1945 die Kapitulation unterzeichnet wurde. Das Museum bemüht sich um Objektivität und zeigt auch die dunklen Kapitel ohne nationalistische Schönfärberei. Wegen Renovierung ist das Zeughaus derzeit geschlossen, eine Teilwiedereröffnung ist für 2025 geplant.

Öffnungszeiten Täglich: 10:00–18:00
Eintritt €8.00
Website www.dhm.de/
Insider-TippBetrachten Sie auch die Architektur des Zeughauses selbst. Planen Sie mindestens zwei Stunden für die Dauerausstellung ein, die Informationsdichte ist hoch.
Hamburger Bahnhof

5. Hamburger Bahnhof

Der Hamburger Bahnhof residiert in einem ehemaligen Kopfbahnhof von 1846. Er ist eines der ältesten Bahnhofsgebäude Berlins und heute einer der größten Orte für Gegenwartskunst in Europa. Bis 1884 fuhren hier Züge nach Hamburg, später war es ein Verkehrsmuseum, seit 1996 ein Kunstmuseum. Die lange Haupthalle, wo einst Gleise lagen, bietet auf 170 Metern Länge Platz für Großinstallationen. Die Sammlung zeigt Kunst ab 1960, darunter Werke von Joseph Beuys, Andy Warhol und Anselm Kiefer. Auch die Friedrich Christian Flick Collection ist hier zu sehen. Die Seitenflügel und der Skulpturengarten werden für Wechselausstellungen genutzt. Die Industriearchitektur mit ihren Eisensäulen bildet einen starken Kontrast zur modernen Kunst.

Öffnungszeiten Mo: Geschlossen | Di–Mi: 10:00–18:00 | Do: 10:00–20:00 | Fr: 10:00–18:00 | Sa–So: 11:00–18:00
Eintritt €14
Insider-TippDie Dimensionen der Haupthalle sind auch für Kunstmuffel eindrucksvoll. Schauen Sie vorher ins Programm, die Ausstellungen wechseln häufig.
Jewish Museum Berlin

6. Jewish Museum Berlin

Das Jüdische Museum Berlin erzählt deutsch-jüdische Geschichte von der Römerzeit bis heute. Der Zickzack-Bau von Daniel Libeskind ist selbst ein Exponat. Der 2001 eröffnete Bau hat im Grundriss keine geraden Linien, was Verunsicherung erzeugt. Drei unterirdische Achsen führen zu verschiedenen Bereichen: Die Achse der Kontinuität zur Dauerausstellung, die Achse des Exils in den Garten des Exils und die Achse des Holocaust in den Holocaust-Turm – einen dunklen Betonschacht. Die Ausstellung zeigt 1.700 Jahre Geschichte anhand von persönlichen Objekten und interaktiven Stationen. Der Eintritt zur Dauerausstellung ist frei. Zum Komplex gehören auch das barocke Kollegienhaus und die Akademie gegenüber. Das Kindermuseum ANOHA vermittelt jungen Besuchern spielerisch die Kultur.

Öffnungszeiten Täglich: 10:00–18:00
Eintritt Free (core) / €10 (temporary)
Insider-TippLaufen Sie das Zickzack-Gebäude ganz ab, um die Architektur zu spüren. Der Holocaust-Turm und der Garten des Exils sind essenzielle Teile der Erfahrung.
Neue Nationalgalerie

7. Neue Nationalgalerie

Die Neue Nationalgalerie ist eine Ikone der Moderne, entworfen von Ludwig Mies van der Rohe und 1968 eröffnet. Eine gläserne Halle wird von einem stählernen Dach überspannt, das auf acht Säulen zu schweben scheint. Der Bau folgt dem Prinzip „Weniger ist mehr“. Das Museum zeigt Kunst des 20. Jahrhunderts, darunter Picasso, Klee und Kirchner. Schwerpunkte sind Expressionismus und Kubismus. Das Untergeschoss beherbergt die ständige Sammlung. Nach einer Sanierung öffnete das Haus 2021 wieder. Es liegt am Kulturforum nahe der Philharmonie. Das Gebäude selbst ist Kunst: Das Lichtspiel in der Glashalle verändert die Atmosphäre ständig.

Öffnungszeiten Mo: Geschlossen | Di–Mi: 10:00–18:00 | Do: 10:00–20:00 | Fr–So: 10:00–18:00
Eintritt €14
Insider-TippDer Bau lohnt sich allein schon wegen der Architektur. Das Licht in der Haupthalle wechselt über den Tag und erzeugt immer neue Stimmungen.
Neues Museum

8. Neues Museum

Das Neue Museum öffnete 2009 wieder, nachdem David Chipperfield die Ruine saniert hatte. Er konservierte die Zerstörung als Teil der Geschichte. Das ursprüngliche Gebäude von 1855 war im Krieg zerbombt worden. Chipperfield ergänzte Fehlstellen mit modernen Elementen, ließ aber Einschusslöcher sichtbar. Das Haus zeigt das Ägyptische Museum mit der Büste der Nofretete in einem eigenen Kuppelsaal. Auch das Museum für Vor- und Frühgeschichte ist hier, mit dem Berliner Goldhut. Das Gebäude ist so sehenswert wie die Sammlung. Die zentrale Treppe wurde aus Beton und alten Ziegeln rekonstruiert. Es ist das meistbesuchte der staatlichen Museen.

Öffnungszeiten Mo: Geschlossen | Di–So: 10:00–18:00
Eintritt €14
Standort 52.5202, 13.3976
Insider-TippKommen Sie früh für die Nofretete. Achten Sie auf die Architektur, besonders das Treppenhaus – die Mischung aus Alt und Neu ist einzigartig.
Pergamon Museum

9. Pergamon Museum

Das Pergamonmuseum beherbergt eine spektakuläre Sammlung antiker Architektur, darunter ganze rekonstruierte Bauwerke. Es öffnete 1930, um Exponate aufzunehmen, die anderswo keinen Platz fanden. Der Pergamonaltar und das Ischtar-Tor von Babylon sind die Hauptwerke. Das Museum für Islamische Kunst zeigt die Mschatta-Fassade. Das Vorderasiatische Museum präsentiert die Prozessionsstraße von Babylon. Das Haus wird bis 2037 saniert, ist also derzeit weitgehend geschlossen. Ein temporäres Panorama-Gebäude in der Nähe zeigt eine 360-Grad-Installation des antiken Pergamon.

Öffnungszeiten Mo: Geschlossen | Di–So: 10:00–18:00
Eintritt €12.00
Standort 52.521, 13.396
Insider-TippDas Haupthaus ist zu. Besuchen Sie stattdessen das „Panorama“ gegenüber für einen virtuellen Eindruck der antiken Stadt.
Deine private Tour mit unserem KI-Guide
AI Guide
  • Individuelle Tour nur für dich
  • Dein KI-Guide begleitet dich - mit Geschichten, Fakten und Anekdoten
  • Schritt-für-Schritt-Navigation
  • In deiner Sprache — kein Download nötig
Jetzt entdecken

🍕 Food Markets & kulinarische Highlights in Berlin

Die besten Märkte, Food Halls und kulinarischen Ziele in Berlin.

Arminiusmarkthalle

1. Arminiusmarkthalle

Die Arminiusmarkthalle, auch als Moabiter Markthalle bekannt, öffnete 1891 als Markthalle X ihre Tore. Der Architekt Hermann Blankenstein entwarf den roten Backsteinbau mit Eisenkonstruktion, der in nur einem Jahr errichtet wurde. Nach einer Renovierung im Jahr 2011 bietet die Halle heute eine Mischung aus Lebensmittelhändlern, Cafés und kleinen Läden. Der Innenraum hat seinen historischen Charakter mit hohen Decken und viel Tageslicht bewahrt. Händler verkaufen frisches Obst, Fleisch, Fisch, Käse und Backwaren neben Ständen mit internationaler Küche. Die Halle ist kleiner und weniger touristisch als die Markthalle Neun und dient vor allem den Anwohnern für den täglichen Einkauf. Das umliegende Moabit hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt, neue Restaurants und Galerien sind entstanden. Sonntags bleibt die Halle geschlossen, da sie primär ein Arbeitsmarkt und kein reines Ausflugsziel ist. Die Atmosphäre ist bodenständig und gibt einen guten Einblick in den Berliner Alltag.

Öffnungszeiten Mo–Sa: 08:00–22:00 | So: Geschlossen
Eintritt Free
Standort 52.5278, 13.3386
Insider-TippKommen Sie zur Mittagszeit unter der Woche, wenn Büroangestellte aus den nahen Regierungsgebäuden hier essen. Es ist ruhiger und lokaler als in der bekannteren Markthalle Neun.
Markthalle Neun

2. Markthalle Neun

Die Markthalle Neun in Kreuzberg ist eine historische Markthalle von 1891. Sie war eine von 14 Hallen, die gebaut wurden, um Hygiene und Versorgung in der wachsenden Stadt zu sichern. Nachdem sie fast Supermärkten gewichen wäre, retteten Anwohner sie 2011. Heute verkaufen hier unabhängige Händler Gemüse, Fleisch, Käse und Streetfood. Der „Street Food Thursday“ am Donnerstagabend zieht viele Besucher an. Es gibt Kochkurse und Festivals. Die Halle verbindet alte Berliner Markttradition mit neuer Esskultur. Die Eisenkonstruktion und hohen Decken sind original erhalten. Sonntags ist geschlossen, was für Berliner Märkte ungewöhnlich ist.

Öffnungszeiten Mo–Mi: 12:00–18:00 | Do: 12:00–22:00 | Fr: 12:00–18:00 | Sa: 10:00–18:00 | So: Geschlossen
Eintritt Free
Standort 52.5022, 13.4315
Insider-TippAm Donnerstagabend wird es voll – kommen Sie früh oder spät. Tagsüber ist es entspannter, und man bekommt hervorragende Lebensmittel.
Deine private Tour mit unserem KI-Guide
AI Guide
  • Individuelle Tour nur für dich
  • Dein KI-Guide begleitet dich - mit Geschichten, Fakten und Anekdoten
  • Schritt-für-Schritt-Navigation
  • In deiner Sprache — kein Download nötig
Jetzt entdecken

🌳 Parks & Aussichtspunkte in Berlin

Schöne Parks, Gärten und Panorama-Aussichtspunkte in Berlin.

Botanical Garden Berlin

1. Botanical Garden Berlin

Der Botanische Garten Berlin in Dahlem zählt mit 43 Hektar und über 22.000 Pflanzenarten zu den größten und vielfältigsten der Welt. Er wurde 1899 angelegt, um der Universität Berlin als wissenschaftliche Sammlung zu dienen, ist aber auch ein Ort der Erholung. Das Große Tropenhaus, eine 25 Meter hohe Glaskonstruktion, beherbergt einen Bambuswald, Wasserfälle und tropische Pflanzen. Andere Gewächshäuser spezialisieren sich auf Kakteen, Orchideen oder fleischfressende Pflanzen. Die Außenanlagen sind geografisch geordnet und zeigen Flora aus Europa, Asien, Nordamerika und dem Mittelmeerraum. Ein See und mehrere Teiche bieten Platz für Wasserpflanzen. Das angeschlossene Botanische Museum zeigt präparierte Exemplare und Modelle. Besonders schön ist der Garten zur Kirschblüte im Frühling und wenn sich im Herbst das Laub färbt. Durch die Weitläufigkeit findet man auch an vollen Tagen ruhige Ecken.

Öffnungszeiten Täglich: 09:00–19:00
Eintritt Free
Website www.bo.berlin/
Standort 52.455, 13.3036
Insider-TippDie Gewächshäuser lohnen sich auch im Winter. Im Tropenhaus ist es feucht und warm, ziehen Sie sich im Zwiebelprinzip an.
Charlottenburg Palace Gardens

2. Charlottenburg Palace Gardens

Der Schlossgarten Charlottenburg erstreckt sich hinter dem Schloss auf 55 Hektar. Ursprünglich 1697 als französischer Barockgarten angelegt, wandelte Peter Joseph Lenné ihn ab 1819 in einen englischen Landschaftspark um. Der Eintritt ist frei, und der Park bietet eine Ruhe, die man im Schlossinneren oft vermisst. Die Mittelachse führt vom Schloss über Blumenbeete und Fontänen bis zur Spree. Auf einem Hügel im Osten steht das Belvedere Teehaus mit Blick auf die Schlosskuppel. Der Neue Pavillon beherbergt Gemälde der Romantik. Im Mausoleum liegen Königin Luise und weitere Hohenzollern begraben. Der Karpfenteich zieht Reiher und andere Tiere an. Der Park ist zu jeder Jahreszeit sehenswert, ob Frühlingsblumen, Sommerrosen oder Herbstlaub. Einheimische nutzen ihn zum Joggen und Spazieren. Der Wechsel zwischen den formalen Bereichen am Schloss und den wilderen Ecken weiter draußen macht den Reiz aus.

Öffnungszeiten Durchgehend geöffnet
Eintritt Free
Standort 52.5212, 13.2957
Insider-TippDer Garten kostet keinen Eintritt und ist leerer als das Schloss. Besonders schön ist es Ende Mai zur Rhododendronblüte oder im Herbst entlang der Alleen.
Tempelhofer Feld

3. Tempelhofer Feld

Das Tempelhofer Feld ist der ehemalige Flughafen Tempelhof, der 2008 schloss und heute ein riesiger Park ist. Die Start- und Landebahnen sind erhalten und werden von Radfahrern und Skatern genutzt. Das Flughafengebäude aus der NS-Zeit ist eines der größten der Welt. Während der Luftbrücke landeten hier die Rosinenbomber. Heute gibt es Gemeinschaftsgärten und Grillplätze. Der Park ist so groß, dass der Horizont endlos scheint. Bei Sonnenuntergang wird das Feld geschlossen.

Öffnungszeiten Täglich: 07:00–18:00
Eintritt Free
Standort 52.4733, 13.4014
Insider-TippLeihen Sie sich ein Fahrrad, die Strecken sind lang. Nachmittags ist der Wind gut zum Drachensteigen.
Tiergarten

4. Tiergarten

Der Tiergarten ist Berlins grüne Lunge. Einst Jagdrevier, wurde er im 19. Jahrhundert zum Landschaftspark. In der Mitte steht die Siegessäule am Großen Stern. Es gibt Seen, Wiesen und Gärten. Nach dem Krieg wurden hier Bäume verheizt und Kartoffeln angebaut, heute ist der Wald wieder dicht. Radfahrer und Spaziergänger teilen sich die Wege.

Öffnungszeiten Durchgehend geöffnet
Eintritt Free
Website N/A
Insider-TippMit dem Rad sieht man am meisten. Der Biergarten am Neuen See ist perfekt für einen Sommernachmittag.
Volkspark Friedrichshain

5. Volkspark Friedrichshain

Der Volkspark Friedrichshain war 1848 Berlins erster kommunaler Park. Er bietet den Märchenbrunnen und zwei Bunkerberge aus Kriegsschutt, von denen man auf die Stadt blickt. Der Park ist das „Wohnzimmer“ für Friedrichshain und Prenzlauer Berg. Hier wird gegrillt, Sport getrieben und entspannt. Die Atmosphäre ist sehr lokal.

Öffnungszeiten Rund um die Uhr geöffnet
Eintritt Free
Insider-TippDer Große Bunkerberg bietet einen guten Blick auf den Fernsehturm. Der Märchenbrunnen ist auch ohne Kinder sehenswert.
Deine private Tour mit unserem KI-Guide
AI Guide
  • Individuelle Tour nur für dich
  • Dein KI-Guide begleitet dich - mit Geschichten, Fakten und Anekdoten
  • Schritt-für-Schritt-Navigation
  • In deiner Sprache — kein Download nötig
Jetzt entdecken

Mit dem KI-Guide erkunden

KI-Guide App

Personalisierte Touren mit unserem KI-gestützten Reiseführer