Kazimierz war bis ins 19. Jahrhundert eine eigenständige Stadt, in der jüdische und christliche Kultur jahrhundertelang nebeneinander existierten. Von 1495 bis zum Zweiten Weltkrieg war es das Zentrum jüdischen Lebens in Krakau; heute ist es das unkonventionellste Viertel der Stadt. Das Labyrinth aus engen Gassen, alten Synagogen und stillen Hinterhöfen wirkt viel intimer als der große Hauptmarkt.
Der Bezirk hat eine ganz eigene Energie – eine Mischung aus schwerer Geschichte und modernem Nachtleben. Vormittags besucht man die Alte Synagoge oder den Remuh-Friedhof, nachmittags stöbert man in Vintage-Läden und Galerien. Der Plac Nowy ist das Zentrum, bekannt für Street Food und Flohmärkte. Wer Krakau jenseits der Postkartenmotive verstehen will, sollte seine Abende in Kazimierz verbringen.
Viele erkennen die Höfe aus dem Film „Schindlers Liste“ wieder, aber das Viertel ist kein Museum. Es ist ein lebendiger Ort, an dem Studenten, Künstler und Familien wohnen. Die Wände sind voll mit Street Art, und in der Luft liegt der Duft von jüdischer Küche und geröstetem Kaffee. Hier packt man am besten die Karte weg und lässt sich treiben, bis man ein interessantes Café findet.
Öffnungszeiten
Jederzeit zugänglich
Eintritt
Kostenlos
Insider-TippGehen Sie abends zum Plac Nowy und stellen Sie sich für eine „Zapiekanka“ an einem der Fenster im runden Zentralbau an. Das ist ein riesiges, überbackenes Baguette und quasi das inoffizielle Grundnahrungsmittel des Viertels.